DJ Moguai brachte Techno aus dem Rathaus in die Halterner Wohnzimmer

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Kultur, Partystimmung und gute Laune sollen die Halterner auch während der Coronazeit bekommen - deshalb holten die Organisatoren des Seestadtstreams am Samstag DJ Moguai ins Alte Rathaus.

Haltern

, 21.06.2020, 10:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit schwarzem Shirt und schwarzer Sonnenbrille stand DJ Moguai am Samstagabend im grün-roten Scheinwerferlicht auf der Bühne – mitten in der Halterner Innenstadt im Halterner Rathaus. Zuschauer würden hier in den kleinen Ratssaal kaum passen und wegen der Coronaverordnungen wären sie dort im Moment sowieso nicht erlaubt. Deshalb wurde die Techno- und House-Musik live über verschiedene Onlinekanäle übertragen, sodass die Zuschauer von zuhause mitfeiern können.

Zwei Stunden lang spielte DJ Moguai „Entertainmaint-Techno“ - die Musik, die er sonst auch auf großen Festivals wie dem Hurricane, Parookaville oder auch beim Halterner Sunset Beach Festival gespielt hätte. „Mir ist wichtig, dass die Leute trotz Corona Spaß haben. Wir richten uns an jüngere und jung gebliebene Leute – alle, die gerne auf ihren Wohnzimmertischen tanzen“, sagte der Recklinghäuser, der schon seit seiner Kindheit eine enge Verbindung zu Haltern habe.

DJ mit Millionen Fans

Dies sei auch einer der Gründe, weshalb die Stadtagentur ihn für das „Seestadtstream-Programm ins Alte Rathaus geholt habe. „Nach einem erfolgreichen Tanz in den Mai und den Rudolphs haben wir nun einen DJ mit Millionen Fans und weltweiter Bekanntheit auf der Bühne“, sagte Bernd Böker, Leiter der Stadtagentur. Zusammen mit Gelsenwasser und dem Verein „Haltern am See. Tut gut.“ hatte diese die Veranstaltung organisiert und finanziert. Da es noch bis Oktober kein normales Kulturprogramm geben könne, versuche man nun kulturelle Bereicherungen für Haltern über die Online-Medien zu schaffen.

„Ich finde richtig cool, dass hier in Haltern jetzt in der Situation auch neue Wege gegangen werden“, sagte DJ Moguai. Genau geplant, was er am Abend spielen würde, hatte er nicht. „Es ist eher wie eine Unterhaltung, die sich entwickelt“, beschrieb er seinen Arbeitsprozess am DJ-Pult. „Wenn auch eine etwas einseitigere Unterhaltung als sonst.“ Etwas Feedback von seinem Publikum bekam er aber doch – über die Kommentarspalte unter dem Video, wo er außerdem sehen konnte, wie viele Menschen aktuell zuschauten.

Insgesamt war der Stream über die verschiedenen Ausspielwege etwa 4000-mal geklickt worden. Zwar ist das deutlich weniger, als beim Tanz in den Mai, als noch strengere Kontaktbeschränkungen galten. Bernd Bröker sagte, den Veranstaltern sei aber nicht wichtig, wie viele Zuschauer die Veranstaltung erreiche, sondern das Signal, dass Haltern weiterhin auch in schwierigeren Zeiten Kultur anbietet.

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