Bei Tobias und Markus Enstrup (r.) fühlen sich die Simmenthaler und Limousin-Rinder wohl. © Jürgen Wolter
Tierquäler-Skandal in Werne

Diese Halterner Höfe verkaufen Fleisch aus artgerechter Tierhaltung

Ein Tierquäler-Skandal aus Werne wühlt Menschen in der ganzen Region auf. Wieder ein guter Grund, billiges Fleisch aus Massentierhaltung zu meiden. Wo aber gibt es gute Qualität in Haltern?

Verstörende Bilder von Tierquälereien, die eine versteckte Kamera der bundesweit tätigen Organisation Soko Tierschutz aufgenommen hatte, sind im Mai auf einer Viehsammelstelle der Mecke GmbH & Co. KG in Werne entstanden. Diese Bilder entwickelten sich zu einem handfesten Skandal, der eine ganze Region bewegt. Und wieder ein guter Grund ist, billiges Fleisch zu meiden. Wo aber gibt es in Haltern Fleisch, das der Verbraucher ruhigen Gewissens kaufen kann? Wir haben uns umgehört und nennen Beispiele.

Auf dem Hof Kemper im Naturschutzgebiet „Lippeaue“ dürfen Kühe und Rinder täglich raus zum Weidegang und die Jungbullen haben ein Bett aus Stroh. Das Fleisch der Tiere (alles aus eigener Nachzucht) wird seit 26 Jahren im hofeigenen Deelenladen an der Westruper Straße in Hullern vermarktet.

Transparenz ist für Heiner und Maria Kemper wichtig

Die Kunden können sich jederzeit von der artgerechten Tierhaltung auf dem Hof überzeugen. „Transparenz ist uns wichtig“, sagt Maria Kemper. „Neben hofeigenen Getreidemischungen und pflanzlicher Eiweiß-Ergänzung ist kein Platz für Antibiotika und Leistungsförderer“, betonen Heiner und Maria Kemper auf ihrer Internetseite.

„Gerade junge Familien legen sehr viel Wert auf Herkunft und Qualität des Fleisches“, sagt Maria Kemper über ihre Kundschaft. „Sie wollen nachhaltig und regional einkaufen.“

Familie Enstrup betreibt eine eigene Bullenmast

Frische Fleisch- und Wurstprodukte, auch aus eigener Tierhaltung und Schlachtung, gibt es in Haltern in Enstrups Kartoffel- und Gemüsescheune in Lavesum. „Wir betreiben eine eigene Bullenmast, kaufen immer einige Kälber, die wir auf dem Hof großziehen und dann schlachten“, sagt Elisabeth Enstrup. Die Tiere stehen bei Enstrups auf Stroh in einem 2014 neu errichteten Stall. Die Schlachtung erfolgt immer alle paar Monate. „Vor allem in den Wintermonaten vermarkten wir das Fleisch dann im eigenen Hofladen“, sagt Markus Enstrup.


Auch die Fleischwaren auf dem Hof Hagedorn in Lavesum stammen aus der Region. „Wir arbeiten mit der Fleischerei Redlich in Haltern zusammen“, sagt Elke Schulte vom Hof Hagedorn. „Das ist die Fleischerei unseres Vertrauens.“ Die Tiere stammen zum Teil vom Hof ihrer Schwester, vom Hof Aldenhoff in Dorsten.

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Haltern am See ist für mich Heimat. Hier lebe ich gern und hier arbeite ich gern: Als Redakteurin interessieren mich die Menschen mit ihren spannenden Lebensgeschichten sowie ebenso das gesellschaftliche und politische Geschehen, das nicht nur um Haltern kreist, sondern vielfach auch weltwärts gerichtet ist.
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Elisabeth Schrief
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Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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