Diebstahl auf dem Sundernfriedhof: 40 Gräber sind betroffen

Sundernfriedhof

Die Metalldiebe auf dem Sundernfriedhof haben ganze Arbeit geleistet. Viele Anzeigen liegen schon vor. Wann es vermehrt zu solchen Delikten kommt, dafür nennt die Polizei einen Grund.

Haltern

, 12.09.2019, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diebstahl auf dem Sundernfriedhof: 40 Gräber sind betroffen

Auch Metallvasen entwendeten die Diebe auf dem Sundernfriedhof. © Jürgen Wolter

„15 Anzeigen wurden nach den Metalldiebstählen auf dem Sundernfriedhof bisher erstattet, wir gehen davon aus, dass es noch mehr werden“, sagt Michael Franz, Sprecher der Kreispolizeibehörde Recklinghausen.

Dreiste Diebe hatten in der Nacht von Montag auf Dienstag Grablampen, Vasen und Figuren von den Gräbern gestohlen. Insgesamt, so Franz, seien 40 Gräber betroffen. Dabei waren die Täter nicht zimperlich vorgegangen, überall lagen Kerzen und Glasscheiben auf dem Friedhof verteilt.

„Metalldiebstähle auf Friedhöfen sind nicht neu, sie kommen immer wieder mal vor“, sagt Michael Franz. In Haltern gebe es zwar keine Häufung dieser Fälle, aber insbesondere, wenn Metallpreise anziehen, komme es immer wieder zu solchen Delikten.

„Friedhöfe liegen oft abseits der Wohnbebauung, die Täter können sich dort außerhalb der Besuchszeiten relativ ungestört bewegen“, so Michael Franz. Auch Baustellen und Neubaugebiete seien oft ein beliebtes Ziel der Metalldiebe. Dort würden unter anderem Kabel entwendet, die oft schon auf der Baustelle entmantelt würden. „Es kam sogar schon vor, dass bereits verlegte Kabel aus den Wänden gerissen wurden“, so Michael Franz. Weiterhin ist die Polizei an Zeugenaussagen zu den Friedhofs-Diebstählen interessiert. Wer etwas gesehen hat, kann sich melden unter Tel.: 0800 2361 111.

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