Die Römer sind nicht aufzuhalten

HALTERN Titus Cominius Maxius humpelt. Bei seinem Marsch auf Haltern hat sich ein Kieselstein durch die Ledersandale hindurch in seinen Fuß gebohrt.

von Von Elisabeth Schrief

, 27.07.2008, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Donata schenkt dem Feldzeichenträger Quintus Petilius Secundus (Thorsten Wolters) nach den Strapazen des Marsches von Olfen nach Haltern eine Erfrischung ein.

Donata schenkt dem Feldzeichenträger Quintus Petilius Secundus (Thorsten Wolters) nach den Strapazen des Marsches von Olfen nach Haltern eine Erfrischung ein.

Der einfache Soldat und Vermesser der Legio XV Primigenia – im wirklichen Leben Uwe Conrad aus Berlin – bleibt trotzdem bei seiner Truppe und will mit ihr am 1. August nach 100 Kilometer langem Marsch entlang der Lippe in Fürstenberg bei Xanten in der Laune eines Siegers einziehen. Weg durch die Haard Die römische Kohorte ist nicht aufzuhalten. Auch nicht durch drückende Schwüle und schwere Gewitter. Für ihren Weg von Olfen bis Haltern brauchten die Legionäre und ihr Centurio Caius Cassius Geminus (Alexander Schneider) am Samstag fünf Stunden. Der Weg führte hauptsächlich durch die schattige Haard, weil der historische Römerweg heute Bundesstraße ist. Mit den schreckhaften Mulis, den Lasttieren, wäre diese Route viel zu gefährlich gewesen.

Völlig fertig wegen der Hitze Runa (Ramona Kuz), die als Germanin und Lebensgefährtin eines Römers mitzieht, war froh, den Lippspieker erreicht zu haben: „Wir waren alle völlig fertig von der Hitze und dem anstrengenden, ungewohnten Marsch.“   Trotz großer Strohhüte und nassen, um den Kopf gebundenen Leinenwickeln, floss der Schweiß.  Eines haben sie vor allem gelernt: Respekt vor den Römern. Rollo, der Techniker, sagt: „Die Legionäre waren starke, durchtrainierte, eisenharte Männer.“

Cena wurde zelebriert Die 16-köpfige Kohorte regenerierte sich bei Erbsen- und Graupeneintopf sowie germanischem Erbsensbrei. Die Cena als wichtigste Mahlzeit des Tages wurde trotz des Gewitters wie immer unter dem großen Zeltdach zelebriert. Es schmeckte, dank Arminius (Wolfgang Hoffmann) und Cornelius (Willi Büschkens), den Köchen. Am Sonntag, als die Römerkohorte ihr Lager für Besucher öffnete, waren die Strapazen so gut wie vergessen. Neugierige Besucher Unzählige Besucher pilgerten zum Rastplatz, belagerten die Legionäre mit ihren Fragen und sahen Barbier Alex Althoff bei seiner Arbeit zu. „Ich freue mich über die Begeisterung“, versuchte der Gründer der Kohorte, an allen Orten präsent zu sein. So viel Zuspruch für das einzigartige Unternehmen hatte er nicht erwartet.

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