„Die Öffnung der Ringstraße von Lavesum nach Reken ist ein berechtigtes Bürger-Anliegen“

dzTruppenübungsplatz Lavesum

Die Öffnung der Ringstraße auf dem Truppenübungsplatz Lavesum für Erholungssuchende ist nach Ansicht von Dr. Josef Feldmann ein berechtigtes Anliegen. Er äußerte sich dazu im Rathaus.

Lavesum

, 02.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Vor zwei Wochen hatte Dr. Josef Feldmann von der Deutschen Bundesumweltstiftung (DBU) einen Termin bei der Bezirksregierung. „Wir haben geschaut, wie wir eine Öffnung des Lavesumer Truppenübungsplatzes bewerkstelligen können“, sagte er am Donnerstagabend im Ausschuss Stadtentwicklung/Umwelt. Von keinem der Beteiligten werde bestritten, dass das Verlangen der Bürger berechtigt sei.

Aber eine gute Nachricht hatte er dennoch nicht mit ins Rathaus gebracht. Noch ist nicht abzusehen, wann die Ringstraße durch das Gelände zwischen Lavesum und Reken für Radfahrer und Fußgänger freigegeben werden kann. Eine Öffnung, so Dr. Feldmann, sei nur dann möglich, wenn es naturschutzrechtlich sinnvoll erscheine und die Verkehrssicherungspflicht erfüllt sei.

Kosten für die Stadt

Im Herbst werde die Kartierung abgeschlossen sein, dann werde man weitersehen. Christian Techtmann von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der ebenfalls mit ins Rathaus gekommen war, sagte deutlich: „Bei einer Öffnung des Geländes muss sich die Stadt an den Kosten für Sicherheitsmaßnahmen und Überwachung beteiligen.“

Der Truppenübungsplatz wird als Kampfmittel-intensiv gesehen. Und doch sieht Josef Feldmann persönlich auf der Straße keine großen Gefahren. Denn diese sei zeitlich mehr als 20 Jahre nach dem Krieg gebaut worden. „Da sind keine Bomben mehr gefallen.“ Nur, wer die Straße freigebe, stehe auch in der Verantwortung, falls doch etwas passiere. Somit sei eine gründliche Sondierung durch die Kampfmittelleitstelle vorab notwendig.

Im Truppenübungsgelände Borkenberge sind bekanntlich zwei Strecken bereits der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

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