Die Impfquote für Haltern wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben

Meinung

Die Spurensuche nach der Halterner Impfquote erwies sich als schwierig. Ein Problem der Zuständigkeiten oder eine technische Herausforderung für die Behörden? Ein Kommentar.

Haltern

, 23.04.2021, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Anzahl der Menschen, die in Haltern geimpft wurden, wird von den Behörden nicht öffentlich gemacht.

Die Anzahl der Menschen, die in Haltern geimpft wurden, wird von den Behörden nicht öffentlich gemacht. © picture alliance/dpa

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden viele Statistiken erhoben: Infizierte, Gesundete, Tote. Auch die Anzahl der geimpften Bürger wird jeden Tag kommuniziert: Es gibt bundesweite, landesweite und kreisweite Zahlen.

Aber die Impfquote einer Stadt eines Kreises zu ermitteln, das ist nicht möglich, ergab meine Recherche. Die angefragten Behörden leiteten mich jeweils an eine andere Institution weiter - ein wahrer Ritt durch den Behörden-Dschungel. Dadurch, dass die Empfehlungen, wen ich als nächstes anfragen könnte, immer anders ausfielen, frage ich mich: Sind die Zuständigkeiten eigentlich klar geregelt?

Eine Impfquote müsste doch machbar sein

Die KVWL übermittelt die ambulanten Impfungen an das RKI, nicht aber die stationären in den Krankenhäusern. Das RKI veröffentlicht die Zahlen seit dem Beginn der Impfungen in Arztpraxen nur noch in reduzierter Form. Daher fühlt sich niemand wirklich verantwortlich.

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Allerdings frage ich mich auch, wo die Schwierigkeit liegt. Wenn beispielsweise alle Impf-Daten in einem Dokument erfasst werden, wird dort bestimmt auch der Impfort aufgeführt. Dementsprechend könnte man vermutlich nach den Geimpften in der Stadt Haltern suchen und dann eine Quote erstellen - oder?

Aber woran es auch immer scheitern mag: Aktuell scheint es nicht möglich, eine Anzahl der in Haltern geimpften Menschen zu erstellen. Schade.

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