Die Eule-Orgel wird wieder aufpoliert

Pfarrkirche St. Andreas

1214 Pfeifen und damit genauso viele Töne können in der Pfarrkirche St. Andreas erklingen. Die Eule-Orgel verfügt über 17 Register. Jede Pfeife muss gestimmt werden, ausgebaut, gewachst und poliert werden.

HULLERN

von Von Elke Rüdiger

, 17.01.2011, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bis dahin gibt es noch viel zu tun: Die Ursache des Schimmelbefalls durch Feuchtigkeitseinwirkung aus der Außenfassade des Turms wurde durch die Fassadenrenovierung des Turms behoben. Aber auch in der Orgel muss der Schimmel beseitigt werden. Außerdem sind Stellmuttern an der mechanischen Traktur der Orgel korrodiert und die Füße der schweren Subbasspfeifen teilweise eingesackt. In der Werkstatt in Bautzen erhalten sie neue stabilere Füße. Viele Dichtungen in der Schlaflade, die aus Leder und Filz bestehen, sind undicht, was auf Dauer zu „Heulern“ bis zur Unspielbarkeit geführt hätte.

Die Kirchengemeinde und ihre Mitglieder lassen sich die gute Musik mit entsprechendem Klang einiges kosten: rund 18 000 Euro. Um die Orgel auf Dauer spielbar zu erhalten, wies die Firma Eule schon vor einigen Jahren daraufhin, dass eine völlige Generalüberholung erforderlich sei. Ein Sachverständiger aus Münster bestätigte das in seinem Gutachten. Was fehlte, war das Geld. Ein großer Teil ist durch großzügige Spenden und viele Benefizkonzerte zusammengekommen. Weitere werden folgen, betont Organist Werner Bauer, als er mit Theo Neuhaus vom Kirchenvorstand, die Orgelbauer vor Ort besuchten.

Die Hullerner Orgel wurde 1979 von der Firma Eule aus Bautzen erbaut und besitzt 17 Register. Nach über 30 Jahren Gebrauch stellten sich altersbedingte Verschleißerscheinungen ein. Umfangreiche Renovieungsarbeiten (Putz-, Anstrich-, Parkettarbeiten) in der Kirche verschmutzten die Orgel zusätzlich. Teilweise wurden früher auch Materialien verbaut, die man heute so nicht mehr verarbeitet.

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