Die Buchstaben-Verschwendung am Halterner Münsterknapp

Loh(h)ausstraße

Wer hat nicht schon einmal gerätselt: Schreibt sich die Lohausstraße mit einem „h“ oder tatsächlich mit zwei? Für kurze Zeit waren versehentlich beide Schreibweisen gültig.

Haltern

, 21.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schreibt man diese Straße mit einem oder mit doppeltem "h"? Auf dem neuen Straßenschild versucht es die Stadt mal mit der Luxusversion.

Schreibt man diese Straße mit einem oder mit doppeltem „h“? Auf dem neuen Straßenschild versucht es die Stadt mal mit der Luxusversion. © Benjamin Glöckner

Diese Wörter mit doppeltem Mitlaut kennt jeder: Spaghetti, Symmetrie, Zucchini, Attrappe oder Schlafittchen. Doppelt gemoppelt hält besser, sagt der Volksmund. Aber das trifft nicht immer zu. Manchmal meint es jemand einfach zu gut, wie ein Beispiel in Haltern zeigt.

An der Verbindungsstraße zwischen Breitenweg und Münsterstraße hatte die Stadt ein neues Namensschild aufgestellt. Doch der Betrachter rieb sich verwundert die Augen: Hat das „h“ dem Schildermacher auf der Nase herumgetanzt? Auf der einen Seite ist Lohausstraße mit einem „h“ zu lesen, auf der anderen die Luxus-Version: Lohhausstraße mit doppeltem „h“. Es könnte richtig sein, ist es aber nicht.

Der Baubetriebshof hat den Fehler entdeckt. Das Straßenschild wird abgenommen und durch ein neues ersetzt, versicherte Stadtsprecher Georg Bockey. Wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht, auch das sagt der Volksmund.

Woher der Name Loh kommt, erklärt Stadtarchivar Gregor Husmann. Es handelt sich um eine Flurbezeichnung, gemeint ist das Gebiet zwischen Lavesumer Straße und Breitenweg. Loh bedeutet nach Auskunft von Gregor Husmann so viel wie kleines Wäldchen in einem sumpfigen Gebiet. Vom Loh aus führte früher einmal ein Weg zum Lavesumer Torfvenn, um das sich die Lohmännken-Sage dreht.

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