Der Schützenverein Lippramsdorf 1865 e.V.: Ein Schützenverein im Dienst der Bevölkerung

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Neben Paraden, Vogelschießen und Feiern im Schützenzelt übernimmt der Schützenverein Lippramsdorf 1865 e.V. auch wichtige Funktionen für die Gemeinde.

Lippramsdorf

, 19.10.2019, 12:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Schützenverein Lippramsdorf 1865 e.V.: Ein Schützenverein im Dienst der Bevölkerung

Der Schützenverein Lippramsdorf 1865 e.V. hat sich die Traditionspflege auf die Fahnen geschrieben und sich über die Jahre zu einem wichtigen Ansprechpartner im Gemeindeleben entwickelt.lehr © Horst Lehr

Die enge Verzweigung unseres Vereins und seiner Mitglieder in den dörflichen Netzwerken ist uns besonders wichtig“, sagt Norbert Vierhaus, der 1. Vorsitzende des Lippramsdorfer Schützen.

Wie gut vernetzt die Schützen in der Gemeinde sind, zeigt sich am besten in den vielfältigen Mitgliedschaften der Schützenbrüder in den dörflichen Vereinen und Institutionen, wie Feuerwehr, Heimat- und Sportverein und auch in der Kirchengemeinde.

Hier engagieren sich die Schützen seit über 20 Jahren beim großen Pfarrfest. Aber auch bei dem „Carving Cup“, beim Sackwurfturnier der Feuerwehr oder wenn es um karitative Zwecke geht, freut man sich über die Unterstützung des Schützenvereins.

Ein Anliegen der Schützen ist seit vielen Jahren auch das Lippramsdorfer Ehrenmal, für desen Pflege und Erhalt der Verein viele Arbeitsstunden aufwendet. Zusammen mit der Feuerwehr organisieren die Schützen alljährlich am Volkstrauertag an dieser geschichtsträchtigen Stätte einen Festakt mit heiliger Messe.

Im neu gebauten Lambertusstift leben mittlerweile viele Senioren. Damit diese auch etwas vom Schützenfest haben, schmücken Schützenkameraden das Stift, und kümmern sich während der Festumzüge um gute Plätze für die Senioren. Wenn die Schützen nach ihrer aktiven Zeit in „Rente“, werden sie vom Verein nicht vergessen.

Ältere Senioren können sich ab dem 80. Lebensjahr über regelmäßige Besuche freuen. Manfred Stevermüer sagt stolz: „Wir haben aktuell siebenundfünfzig über 80-Jährige und sogar sieben, die schon über 90 Jahre alt sind.“ Während des Schützenfests wird für sie ein „Shuttleservice“ mit einem Planwagen eingesetzt.

Auch die Lippramsdorfer Landjugend freut sich sehr über die enge Verbundenheit zu den Schützen, denn der Verein stellt der Jugend regelmäßig den eigenen Festplatz für deren Veranstaltungen zur Verfügung. König Willi Böntert sagt auch ein wenig stolz: „Viele Jugendliche im Dorf warten schon sehnsüchtig darauf, dass sie 16 Jahre alt werden und damit endlich in den Verein eintreten können“. Darüber hinaus hat man sich 2005 entschlossen, das Experiment „Kindervogelschießen“ zu wagen.

Anfangs sogar noch von der Dorfschule mitgetragen, die Kinder wurden montags mit einem festlichen Paradezug von der Schule abgeholt und zum Schützenplatz geleitet, wurde die Veranstaltung schnell zu einem Highlight im dörflichen Veranstaltungskalender. Etwa 130 Lippramsdorfer Kinder beteiligen sich jedes Jahr zusammen mit ihren Familien an der Veranstaltung. Sogar die allerkleinsten werden nicht vergessen und in den Kindergärten von den Königspaaren besucht.

Für Major Stefan Herbst wird es, wenn die Tage länger werden, besonders spannend. Da bereitet er sich mit großer Hingabe darauf vor, als heiliger „St. Nikolaus“ auf der Burg Ostendorf die Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Diese große Weihnachtsfeier zusammen mit der Schützengemeinschaft Freiheit ist das Highlight in der Vorweihnachtszeit.

Norbert Vierhaus sagt: „Aktuell sind wir schon wieder mitten in den Planungsvorbereitungen, denn die gesamte Dorfgemeinschaft freut sich schon auf das nächste Schützenfest.“

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