In einigen Impfbüchern ist schon der Nachweis einer dritten Impfung zu finden. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Der Kreis gibt die Zahl der Impfdurchbrüche für Haltern bekannt

Eine Coronaimpfung schützt nicht vollständig davor, sich mit dem Virus anzustecken. Auch in Haltern sind vollständig Geimpfte erkrankt.

Bei der Kreisverwaltung Recklinghausen können jetzt Zahlen zu Impfdurchbrüchen abgerufen werden, die bis auf die einzelnen Städte heruntergerbrochen sind. In Haltern hat es bisher 17 Impfdurchbrüche gegeben. Es haben sich dabei Menschen mit dem Coronavirus infiziert, obwohl sie vollständig geimpft sind.

Neun Erkrankte sind bereits wieder genesen.

Acht zählen noch zu den aktuell Infizierten in Haltern. Das teilte Svenja Küchmeister, Sprecherin der Kreisverwaltung auf Anfrage mit. Das Robert-Koch-Institut hatte Anfang September in einem Lagebericht mitgeteilt, das in Deutschland bisher rund 24.000 Impfdurchbrüche bei gut 50 Millionen Voll-Geimpften nachgewiesen wurden. Nach bisherigen Erfahrungen sind die Krankheitsverläufe von Geimpften sehr viel milder als von Nicht-Geimpften.

Haltern hat die niedrigste 7-Tages-Inzidenz im Kreis

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Haltern (alle Angaben Stand 8. September) bei 37. Insgesamt wurden 1080 Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie registriert. 1034 gelten als genesen. 13 Halterner sind in Folge der Virusinfektion gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz in anderen Kreisstädten liegt wesentlich höher, in Gladbeck hat sie beispielsweise einen Wert von 131,1 erreicht, in Recklinghausen 128, 3. Das liegt unter anderem auch an der gestiegenen Zahl von Coronafällen in den Schulen. Kreisweit, so Svenja Küchmeister, seien Coronafälle in 75 Schulen gemeldet worden. Rund 150 Schülerinnen und Schüler seien infiziert. Allein in Gladbeck seien Coronafälle in 13 Schulen und zwei Kitas aufgetreten.

„Haltern ist dagegen die Insel der Seligen“, erklärte sie. Bis Mittwochmorgen war bei der Kreisverwaltung kein einziger Coronafall in einer Halterner Schule oder Kita registriert. Es sei lediglich ein Verdachtsfall aufgrund eines positiven Schnelltests im Joseph-König-Gymnasium gemeldet worden, sagte Svenja Küchmeister. Aufgrund bisheriger Erfahrungen muss sich dieser nicht durch einen PCR-Test bestätigen.

426 Personen im Kreis sind mit der Delta-Variante infiziert

Für die Ausbreitung der Delta-Variante werden vom Kreis aus Datenschutzgründen nur kreisweite Zahlen herausgegeben. Danach haben sich von den aktuell 1211 Infizierten 426 mit der Delta-Variante angesteckt.

Die Kreisverwaltung erwartet nun den neuen Erlass der Landesregierung zur Corona-Schutzverordnung und geht von einer kurzfristigen Umsetzungsfrist aus. Noch sei beispielsweise nicht klar, ob die Möglichkeit zum Freitesten aus einer Quarantäne nur für Schulklassen gelten soll oder auch für andere Betroffene.

Die Gesundheitsämter müssen künftig darüber entscheiden, ob in einer Schule „von einem erkennbar größeren Ausbruchsgeschehen ausgegangen werden kann“, wie die Landesregierung den Fall beschreibt, wenn mehrere Kinder infiziert sind. Dann „sollen Gesundheitsämter über das einzelne Kind hinaus Anordnungen zur Quarantäne erlassen“, heißt es in einer Pressemitteilung auf dem Landesportal NRW.

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Silvia Wiethoff

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