Die Einzelhändler hoffen auf mehr Kundenfrequenz beim verkaufsoffenen Sonntag so wie in der Vergangenheit. © Kevin Kindel
Verkaufsoffener Sonntag

Der erste verkaufsoffene Sonntag nach Corona in Haltern steht fest

Seit Anfang Juli sind verkaufsoffene Sonntage in NRW grundsätzlich wieder erlaubt, der erste findet in Haltern am 2. August statt. Das sagt der Einzelhandel dazu.

Um den Handel in den Städten und Gemeinden zu stärken, will die NRW-Landesregierung für das 2. Halbjahr insgesamt vier weitere verkaufsoffene Sonntage je Stadt und Gemeinde ermöglichen. In Haltern findet der erste am 2. August von 14 bis 18 Uhr statt.

Neben der aktuellen, temporären Senkung der Mehrwertsteuer sollen die zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten an Sonntagen Anreize zum Umsatz bieten. So hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart angekündigt, die anlassbezogenen Regelungen für verkaufsoffene Sonntage zu lockern. Bis Ende 2020 sollen sogenannte „Sachgründe“ ausreichen, um Shopping-Sonntage zuzulassen. Ein Sachgrund wäre zum Beispiel das berechtigte Interesse der Öffentlichkeit, um ausgefallene Umsätze und Käufe nachzuholen.

Vorbehalt des Infektionsgeschehens

Halterner Einzelhändler begrüßen die Möglichkeit, sonntags wieder öffnen zu können. „Für uns bedeutet der 2. August einen Restart unserer verkaufsoffenen Sonntage. Klar ist, dass es 2020 kein „Haltern bittet zu Tisch“ und kein Heimatfest geben wird. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt auch völlig unklar, was mit dem Gänsemarkt und dem Nikolausmarkt geschehen wird. Wir warten das mal ab. Natürlich stehen auch die Sonntage unter dem Vorbehalt des Infektionsgeschehens. Gerade an den Sonntagen wird es besonders wichtig sein, dass alle auf die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften achten“, sagt dazu Christoph Kleinefeld, der Geschäftsführer der Werbegemeinschaft „Haltern handelt“.

„Alles ist gut, was dem stationären Handel jetzt hilft“

Dass zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten erlaubt sind, stößt ebenfalls auf positive Resonanz. Kleinefeld: „Alles ist gut, was dem stationären Handel in dieser schwierigen Phase hilft – egal in welcher Innenstadt. Darum begrüßen wir auch die Ankündigung des NRW-Wirtschaftsministeriums. Bei den verkaufsoffenen Sonntagen machen wir da weiter, wo wir seit Beginn der Corona-Krise aufgehört haben – mit oder ohne Veranstaltung.“

Der Geschäftsführer der Werbegemeinschaft stellt bisher weiterhin bei den Kunden eine gewisse Zurückhaltung im Kaufverhalten fest. „Die Wiedereröffnung nach dem Shutdown hat bis auf die NRW-Einzelregelung für Handelsflächen über 800 Quadratmeter ganz gut funktioniert. Da waren andere Bundesländer deutlich kreativer. Aber es ist nach wie vor spürbar, dass wir mit weniger Kundenfrequenz zurecht kommen müssen. Es ist aber auch wahr, dass in einzelnen Branchen diese wenigen Kunden auch gezielter und besser kaufen. Ein großes Einkaufshindernis ist für viele Kunden nach wie vor die Maskenpflicht.“

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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