Der Breitbandausbau in den Halterner Randbezirken ist gestartet. Aber wer ist wann dran?

dz„Weiße Flecken“

Im April begann der Ausbau des schnellen Internets in den Halterner Randgebieten. Zukünftige Nutzer fragen sich, wann sie den Anschluss bekommen.

Haltern

, 18.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich frage mich, wann wir hier die Arbeiten beginnen“, sagt Peter Schiller. „Ich werde immer wieder von Nachbarn auf das Thema angesprochen.“

Peter Schiller wohnt im Bereich der Siedlung Heimingshof / Overrath. Diese Siedlung gehört zu den ehemaligen „weißen Flecken“, in denen kein Ausbau der Internetverbindungen durch die Deutsche Glasfaser erfolgt ist. Diese Siedlungen fallen aber weitgehend in den Bereich einer Fördermaßnahme, für die der Bund und das Land NRW die erforderlichen Mittel (insgesamt 68 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt haben.

Der Breitbandausbau im Rahmen dieser Maßnahme erreicht im Kreis Recklinghausen insgesamt rund 11.000 Haushalte sowie Unternehmen und Schulen. Zu den Fördergebieten im Stadtgebiet von Haltern am See zählen unter anderem die Siedlungen Overrath, Uphusen, Drügen Pütt, Heimingshof, Eppendorf und Mersch.

Für Haltern ist die Deutsche Telekom zuständig

Die Ausschreibung war europaweit erfolgt, im Kreis Recklinghausen erhielten die Deutsche Telekom und die Firma Gelsennet die Zuschläge. Wegen der Förderhöchstgrenzen wurde der Auftrag in zwei Bereiche (Nord und Süd) aufgeteilt. Die Verträge mit den Unternehmen waren im Februar unterschrieben worden. Für Haltern erhielt die Deutsche Telekom den Zuschlag. Der erste Spatenstich war im April in Dorsten erfolgt, in Haltern begann die Telekom im Bereich Drügen Pütt (Sythen) im Mai mit den Arbeiten.

Anwohner in den anderen Bereichen wundern sich, dass bei ihnen noch gar nichts passiert. „Wie geht es denn jetzt weiter?“, fragt sich nicht nur Peter Schiller.

Konkrete Auskünfte sind dazu auch beim Kreis Recklinghausen nicht zu bekommen. Dort verweist man auf die Übersichtskarte, die auf der Homepage des Kreises unter dem Stichwort „Breitbandausbau“ zu sehen ist.

Sie zeigt, dass 2019 der Bereich Drügen Pütt, wo der Ausbau bereits erfolgt ist, auch angeschlossen werden soll. Auf allen anderen Halterner Flächen wird es aber noch dauern.

Konkrete Voraussagen können laut Kreis nicht erfolgen

„Wann wo gearbeitet wird, steht noch nicht endgültig fest, wir können lediglich sagen, dass bis Mai 2021 in Haltern der Ausbau abgeschlossen sein wird“, sagt Sven Ahrens, der Breitbandbeauftragte des Kreises Recklinghausen. Es müssten immer wieder Umplanungen vorgenommen werden, sodass konkrete Voraussagen nicht zu treffen seien. Der Ausbau ist in sogenannte Cluster unterteilt, die jeweils in drei Monaten komplett fertiggestellt werden sollen.

„Wir hoffen, dass wir in Kürze konkreter über die zukünftigen Planungsabschnitte berichten können“, so Sven Ahrens. Was bleibt ist für Peter Schiller und alle zukünftigen Kunden die Ungewissheit, wann endlich der Anschluss auch bei ihnen fertiggestellt sein wird.

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