Der Baubeginn am stationären Klara-Hospiz rückt näher

Klara-Hospiz

In zwei bis drei Wochen wird die Baugenehmigung für das Klara-Hospiz in Marl, das auch Halterner Bürgern offensteht, erteilt. Auch der Förderverein hatte unter der Corona-Krise zu leiden.

Haltern

, 12.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Ulrike Bertlich (li.), Vorsitzende der Klara-Hospiz-Fördervereins, und Koordinatorin Katrin Mrozek hoffen, dass der erste Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgen kann.

Dr. Ulrike Bertlich (li.), Vorsitzende der Klara-Hospiz-Fördervereins, und Koordinatorin Katrin Mrozek hoffen, dass der erste Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgen kann. © Jürgen Wolter

Die Corona-Krise hat auch den Förderverein für das geplante Klara-Hospiz in Marl in seinen Aktivitäten stark ausgebremst. Trotzdem hofft Vorsitzende Dr. Ulrike Bertlich, dass der erste Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgen kann. Durch den Verkauf von über 5000 selbst genähten Mund-Nasenschutz-Masken und durch einen neuen Kalender mit Aquarellen des Marler Künstlers Manfred Vorholt kommt weiterhin Geld in die Spendenkasse.

Um der mangelhaften Versorgung mit Hospizplätzen im Kreis Recklinghausen entgegen zu wirken, will der Verein neben der Paracelsusklinik in Marl ein stationäres Hospiz mit zehn Plätzen für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens errichten.

Erbpachtvertrag ist inzwischen unterschrieben

Auch in Haltern stellten Vorsitzende Dr. Ulrike Bertlich und ihre Mitstreiter das Projekt bereits im zuständigen Ausschuss und bei Informationsveranstaltungen vor, denn das Hospiz soll auch Halterner Bürgern offenstehen.

Die Verantwortlichen müssen eine große Summe aufbringen: Rund drei Millionen Euro werden benötigt, um das Hospiz zu errichten und den Anschub zu gewährleisten. 1,45 Millionen sind bereits durch Spenden eingesammelt, eine weitere Million fehlt noch, der Rest soll über Kredite finanziert werden.

Inzwischen sind die Vorbereitungen fortgeschritten: Der Förderverein hat eine gemeinnützige GmbH und eine Stiftung gegründet. Der Erbpachtvertrag mit der Stadt Marl für das Gelände ist unterschrieben. Die Alte Schmiede, eine soziale Initiative, die bisher im dortigen Gebäude untergebracht war, ist umgezogen, der Altbau wird zurzeit entkernt und soll abgerissen werden.

Der Bauantrag wurde vor einem halben Jahr eingereicht und wird laut Auskunft des Marler Bürgermeisters Werner Arndt in zwei bis drei Wochen genehmigt. „Die Begutachtung bzw. Stellungnahme des Kreisgesundheitsamtes, ein wichtiger Bestandteil der Baugenehmigung, ist inzwischen eingegangen“, so Werner Arndt.

Teilgesellschaft aus Haltern

Der Förderverein hat weitere Anträge auf Fördermittel bei großen Stiftungen gestellt, deren Bearbeitung durch die Corona-Krise noch auf sich warten lässt. Zur gemeinnützigen GmbH sollen zwei Teilgesellschaften aus Haltern und Dorsten dazu kommen. Die Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Sixtus Haltern wird intensiviert.

Für den 9. August ist eine Veranstaltung mit Opernsängern in Haltern geplant. Sie wollen auf dem Gelände der Annabergkapelle auftreten. „Wir arbeiten daran, das zu realisieren, ganz sicher ist es aber noch nicht“, sagt Katrin Mrozek, Koordinatorin des Klara-Hospiz-Fördervereins. Ob das Konzert stattfinden kann, hängt auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Der Verein wird rechtzeitig darüber informieren.

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