Das Impfzentrum für den Kreis Recklinghausen wird am heutigen Montag planmäßig die Arbeit aufnehmen. © Jörg Gutzeit/Martin Klose
Coronavirus

Debatte zum Impfstart: Ein Ausweichtermin ist offenbar möglich

Trotz Wintereinbruchs geht der Kreis Recklinghausen vom pünktlichen Impfstart am Montag (8. Februar) aus. Über mögliche Ausweich-Impftermine wegen der schwierigen Wetterlage herrscht Uneinigkeit.

Die Impfungen im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen können am Montag planmäßig um 14 Uhr beginnen. Davon jedenfalls geht der Kreis Recklinghausen nach derzeitigem Stand aus.

Am Sonntag hatte das Technische Hilfswerk (THW) noch das Dach des Impfzentrums von Schnee und Eis befreien müssen. Rund um das Impfzentrum räumten die Haustechniker der Kreisverwaltung die Schneemassen beiseite. „Sie werden bis Montagmittag immer wieder die Wege von Schnee befreien, so dass der Impfstart wie geplant stattfinden kann“, hieß es am Sonntag.

Zugang zum Gelände verlegt

Damit die Personen, die zur Impfung kommen, nur einen möglichst kurzen Weg zum Eingang zurücklegen müssten, sei der Zugang zum Gelände zum Parkplatz (Richtung Innenstadt) verlegt worden. Direkt daneben gebe es nun eine Ein- und Ausstiegszone, so dass die zu Impfenden direkt neben dem Zugang aus dem Fahrzeug aussteigen können.

Das Impfzentrum am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen soll seine Arbeit am heutigen Montag (8. Februar) pünktlich um 14 Uhr aufnehmen. Insgesamt 190 Senioren, die 80 Jahre oder älter sind, haben einen Termin für den Premierentag bekommen.

Kreis: „Kein Ersatztermin“

Unsicherheit herrscht indes für den Fall, dass die Senioren aufgrund der schwierigen Wetterlage nicht rechtzeitig oder gar nicht zum Impftermin erscheinen können. Svenja Küchmeister, Sprecherin des Kreises Recklinghausen, hatte zuletzt erklärt, ein Ersatztermin für einen persönlichen Ausfall am Montag sei kurzfristig nicht einzurichten. Aus organisatorischen Gründen sei dies schlichtweg nicht möglich. Denn dann müsse ja auch die zweite Impfung neu geplant werden.

KVWL, Ministerium: „Ausweichtermin am Folgetag zur selben Zeit“

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist da allerdings gänzlich anderer Meinung. Wie Sprecherin Jana Elbert am Sonntag erklärte, können „diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die einen Impftermin im Impfzentrum für Montag erhalten haben und sich witterungsbedingt nicht in der Lage sehen, den Termin wahrzunehmen, am darauffolgenden Tag (Dienstag, 9. Februar) zur gleichen Uhrzeit wie zum ursprünglichen Termin das Impfzentrum aufsuchen“.

Damit ist die Vereinigung einer Meinung mit dem NRW-Gesundheitsministerium. Das nämlich stellte am Sonntagabend klar, dass wegen des Wintereinbruchs kein Impftermin verloren geht. Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen würden trotz der aktuell teils extremen Witterungslage wie geplant am Montag öffnen. Jedoch könnten Bürger mit Montagstermin, die sich wegen des Wetters nicht in der Lage sehen, den Termin wahrzunehmen, auch am Dienstag kommen. Sie sollen dann zur gleichen Uhrzeit wie zum ursprünglichen Termin das Impfzentrum aufsuchen, teilte das Ministerium mit. Damit wird eine ähnliche Vorgehensweise wie in den Kreisen Wesel und Borken angekündigt: Diese bieten einen Ausweichtermin für Dienstag zur jeweils selben Uhrzeit an.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und das NRW-Gesundheitsministerium betonen aber auch, dass die Impftermine nach Möglichkeit eingehalten werden sollten.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
Zur Autorenseite
Ingrid Wielens

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.