Das tut Halterns Jugendamt, um die große Nachfrage nach Kita-Plätzen zu bedienen

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Kindergartenplätze in Haltern sind begehrt, in den letzten Monaten verzeichnete das Jugendamt sogar wieder eine höhere Nachfrage. Ein Ausbau der Martin-Luther-Schule bringt Entlastung.

Haltern

, 25.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Haltern ist in den letzten Monaten weiter gestiegen. Deshalb ist die Stadt froh, dass das Landesjugendamt die vierte Gruppe für die Kita in der alten Martin-Luther-Schule genehmigt hat.

Doch schon vor der geplanten Einweihung im Sommer 2020 musste die Stadt Übergangslösungen schaffen. So hat sie zum neuen Kindergartenjahr 2019/2020 vier zeitlich befristete Zusatzgruppen eingerichtet: Zwei Gruppen in der Lavesumer Kita St. Antonius, eine in der Lippramsdorfer Kita St. Lambertus und eine in der städtischen Kita Conzeallee. 80 Kinder über drei Jahren können so zusätzlich betreut werden. „Darüber hinaus haben alle Träger der Einrichtungen erneut im Rahmen der zulässigen Gruppenstärken-Erhöhungen weitere Kinder aufgenommen“, erklärte Gisbert Drees, Leiter des städtischen Jugendamtes, im Ausschuss Generationen und Soziales.

Spielgruppe bis 2020

Zusätzlich sind alle 130 Plätze in der Kindertagespflege belegt. Ferner organisiert das Unternehmen „Kinderhaus Rasselbande“ eine Spielgruppe in der Erich-Kästner-Schule. Diese wird sie allerdings zum 1. August 2020 aufgeben.

„Nach wie vor besteht die Notwendigkeit, möglichst viele Angebote in der Kinderbetreuung vorzuhalten“, analysiert Drees die Entwicklung. Entlastung verspricht sich die Stadt von der Umwidmung der Martin-Luther-Grundschule in einen Kindergarten mit vier Gruppen. „Das hilft uns, die Versorgung mit Betreuungsplätzen zukunftsfähiger zu gestalten“, sagt Gisbert Drees. Aktuell stehen in den Einrichtungen und in der Kindertagesspflege 1415 Plätze zur Verfügung.

Letzte Entscheidung im Rat

Die ursprünglichen, vor der Sommerpause verabschiedeten Beschlüsse zur ehemaligen Martin-Luther-Grundschule sahen einen Umbau zu einem Drei-Gruppen-Kindergarten vor. Das Landesjugendamt genehmigte unerwartet eine vierte Gruppe, sodass die politischen Gremien gerade einen neuen Bau- und Finanzierungsbeschluss fassen. Nachdem die Ausschüsse Bauen und Verkehr sowie Generationen und Soziales grünes Licht gegeben haben, liegt der Beschluss am 10. Oktober noch dem Rat vor.

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