Das DRK Haltern war bei der Bombenentschärfung in Münster im Einsatz

Bomben-Entschärfung

Die Aufgabe: Evakuierte betreuen. Das Halterner Deutsche Rote Kreuz war bei der Bombenentschärfung am Wochenende in Münster vor Ort. Ein Einsatz, der nicht alltäglich war.

Haltern

, 21.09.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor zwei Jahren bereitete sich die Halterner Einsatzgruppe um Rotkreuz-Leiter Dennis Kullik (3. v. l.) bei einer Großübung in Recklinghausen auf einen Evakuierungsseinsatz,  wie er jetzt in Münster stattfand, vor.

Vor zwei Jahren bereitete sich die Halterner Einsatzgruppe um Rotkreuz-Leiter Dennis Kullik (3. v. l.) bei einer Großübung in Recklinghausen auf einen Evakuierungsseinsatz, wie er jetzt in Münster stattfand, vor. © Jürgen Wolter

Kurz nach 5 Uhr ging es am frühen Sonntagmorgen los: Die Halterner Mitglieder der Einsatzeinheit NRW RE 03 (Marl und Haltern am See) rückten aus nach Münster, wo an diesem Vormittag fünf mögliche Bombenfundstellen überprüft und 16.000 Menschen evakuiert werden mussten.

 In Münster mussten rund 16 000 Menschen im Stadtteil Mauritz ihre Wohnungen verlassen.

In Münster mussten rund 16 000 Menschen im Stadtteil Mauritz ihre Wohnungen verlassen. © dpa

Auf das Einrichten einer solche Betreuungsstelle hatten sich Rotkreuz-Leiter Dennis Kullik und die Halterner Einsatzkräfte bereits vor zwei Jahren bei einer Großübung in Recklinghausen vorbereitet. „Der Einsatz am Sonntag verlief reibungslos“, zieht Kullik ein zufriedenes Fazit.

33 DRK-Einsatzkräfte aus Marl und Haltern

Um 6.15 Uhr musste die Einsatzeinheit, die insgesamt aus 33 Rotkreuzlern aus Haltern und Marl bestand, vor Ort in Münster-Mauritz sein. Um 8 Uhr war die Einsatzbereitschaft hergestellt. „Die Evakuierten kamen dann mit Shuttlebussen an“, so Dennis Kullik. „Darunter auch Personen mit Gehbehinderungen.“ Sie wurden am Evakuierungsstützpunkt versorgt, bis sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

Es war die größte Evakuierung der Stadtgeschichte in Münster. Rund 1000 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte fünf Verdachtspunkte in Münster-Mauritz. Dabei wurden zwei Weltkriegsbomben gefunden, die anschließend erfolgreich entschärft wurden. Um 14 Uhr wurde der Einsatz beendet, die Halterner DRK-Kräfte waren gegen 16 Uhr wieder zurück in der Seestadt.

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