Christina Luft (u.r.), Tanz-Vize-Weltmeisterin und Psychologin, plante zusammen mit Choreograph Tom Langen (u.l.) das einzigartige Projekt mit acht Teenagern. Auch Leonie Klapproth aus Haltern (hintere Reihe: 3.v.r.) war dabei. © SAGAMEDIA
RTL2-Show

„Dancing Teen“: Leonie (15) aus Haltern tanzt sich zur Welttanz-Gala

Leonie Klapproth lebt in der Wohngruppe „Flow“ und besucht die Joseph-Hennewig-Schule. Schon bald wird sie im Fernsehen zu sehen sein. Die 15-Jährige hat bei einem RTL2-Projekt mitgemacht.

„Dancing Teen – vom Härtefall zum Opernball“ heißt das Format, das bereits bei TV-Now mit einem Premium-Zugang zu sehen ist und im Frühjahr auch auf RTL II ausgestrahlt werden soll. Drei Wochen lang haben sich acht Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen und mit sozialen Problemen bis zur Welttanz-Gala auf dem Parkett des Kurhauses Baden-Baden getanzt. Auch die 15-jährige Leonie Klapproth aus Haltern am See war dabei. „Es hat großen Spaß gemacht und war eine wertvolle Erfahrung für mich“, erzählt sie rückblickend.

„Ich habe schon immer gerne getanzt. Daher habe ich auch nicht lange gezögert, als damals die Anfrage kam“, so die Schülerin. Im Rahmen eines Castings habe sie sich für das Tanz-Camp empfehlen können. Im Herbst 2019 wurde schließlich gedreht – mit großem Finale. Denn am Ende kam es zu einem Auftritt bei der Welttanz-Gala im Kurhaus Baden-Baden vor zahlreichen Zuschauern.

„Da gab es noch kein Corona“, sagt Leonie. Sie und die weiteren sieben Teenager zwischen 14 und 19 Jahren durften dort an diesem Tag eine Formation im Wiener Walzer zeigen und auf einem der prominentesten Gala-Bälle der Welt auftreten. Es war das Ergebnis von drei Wochen hartem Training.

Persönliche Grenzen überwinden

Als Tanzcoach fungierte Profitänzerin Christina Luft, bekannt durch die RTL-Show „Let’s Dance“. Gemeinsam mit dem Tanzschulinhaber Ralf Müller aus Rastatt und Tanzcoach Tom Langen gab sie den Jugendlichen zahlreiche Hilfestellungen, um auf diese Weise neues Selbstvertrauen tanken zu können.

Drei Wochen lebten die acht Mädchen und Jungen zusammen in einer WG, teilten sich zu zweit ihre Schlafzimmer und mussten beim Tanzen persönliche Grenzen überwinden. Auf dem Programm standen Wiener Walzer, Discofox, Rumba und Tango.

Gleichzeitig arbeiteten die Betreuer auch am Selbstbewusstsein jedes einzelnen. Vertrauensübungen oder die Konfrontation mit der eigenen Person vor dem Spiegel sollten helfen. „Wir sollten uns selbst wiederfinden. Sozusagen lernen, dass das Leben nicht sinnlos ist und man mit Ehrgeiz, Teamgeist und Selbstbewusstsein viel erreichen kann“, erklärt Leonie.

Ihre Teilnahme bereue sie nicht, auch wenn die Drehtage teilweise lang und anstrengend gewesen seien. „An die Kamera haben wir uns schnell gewöhnt und die Leute dort waren supercool. Ich würde es jederzeit wieder machen.“

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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