In den Pflegeeinrichtungen wie hier in der Kahrstege wird bereits geimpft. Bald soll es zunächst auch den 80-Jährigen und Älteren möglich sein. © Arne Pöhnert
Altersstruktur in Haltern

Coronavirus: Jeder 13. in Haltern wird zunächst geimpft

Ab dem 25. Januar können Menschen, die 80 oder älter sind, einen Impftermin bekommen. Wie viele Menschen dieser Altersgruppe gibt es in Haltern? Wie gestaltet sich die weitere Altersstruktur?

Das Risiko für ältere Menschen, am Coronavirus schwer zu erkranken, ist besonders hoch. Im Kreis Recklinghausen starben insgesamt 380 Menschen (Stand 13. Januar) im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 254 von ihnen, also etwa 67 Prozent der Verstorbenen, waren 80 Jahre oder älter. Diese Altersgruppe soll deshalb besonders geschützt und zuerst geimpft werden. Doch wie viele Menschen im Alter ab 80 leben eigentlich in Haltern? Und wie verteilen sich die übrigen Altersgruppen auf die Bevölkerung?

In Haltern am See leben 2898 Menschen, die 80 Jahre oder älter sind (Stand 31. Dezember 2020). Das sind ungefähr 7,5 Prozent der gesamten Halterner Bevölkerung (38.685 Bürger). Sie haben ein Vorrecht auf die Impfung – oder wie es nach der Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums heißt: höchste Priorität.

Das haben zudem Menschen, die in stationären Einrichtungen leben, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten oder auch Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind.

Erst wenn diese Menschen geimpft wurden, können sich alle Personen, die laut der Rechtsverordnung eine „hohe Priorität“ haben, impfen lassen. Das ist vor allem die Gruppe der Über-70-Jährigen. In Haltern am See leben insgesamt 3659 Menschen, die zwischen 70 und 79 Jahre alt sind.

Als dritte Gruppe werden die Über-60-Jährigen geimpft, aber auch Erzieher und Lehrer. 5595 in Haltern lebende Bürger sind zwischen 60 und 69 Jahre alt.

Danach erst können sich alle weiteren Bürger gegen das Coronavirus impfen lassen – unabhängig vom Alter. Die größte Altersgruppe in Haltern sind die 50-59-Jährigen. Insgesamt leben in der Seestadt 7162 Menschen, die zwischen 50 und 59 Jahre alt sind. Das macht etwa 18,5 Prozent der Halterner Gesamtbevölkerung aus.

Die komplette Prioritätenliste sowie weitere Informationen zur Impfung finden Sie auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums.

Während in den Pflegeeinrichtungen in Haltern größtenteils bereits geimpft wird, können sich alle weiteren Gruppen erst ab dem 25. Januar einen Termin für eine Impfung im Impfzentrum in Recklinghausen geben lassen. Dann ist es zunächst den 80-Jährigen und Älteren möglich, einen Impftermin auszumachen, weil noch nicht genügend Impfstoff für alle vorhanden ist. Laut NRW-Gesundheitsministerium wird es in ganz Nordrhein-Westfalen ab dem 1. Februar soweit sein, dass sich diese Altersgruppe mit Termin impfen lassen kann.

Wann sich alle weiteren Bürger (nach der zweiten und dritten Gruppe), die nicht kategorisiert wurden, impfen lassen können, steht noch nicht ganz fest. Das Bundesgesundheitsministerium geht derzeit von Sommer aus. Auf der Homepage des Ministeriums heißt es: „Nach jetzigem Kenntnisstand und wenn noch weitere Impfstoffe zugelassen werden, gehen wir davon aus, dass im Sommer jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden kann.“

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