Coronavirus: Tankstellen verkaufen weniger Sprit, aber mehr Shopware

dzTankstellen in Coronazeiten

Der Kraftstoffumsatz an Halterner Tankstellen hat sich durch die Corona-Krise deutlich verringert, aber es werden mehr Waren im Shop verkauft. Besonders zwei Artikel sind derzeit gefragt.

Haltern

, 26.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Allmählich machen wieder mehr Autofahrer an den Halterner Tankstellen Station. Ab Beginn der Kontaktbeschränkungen war der Umsatz bei Kraftstoffen aber zunächst um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Das fängt aber der gestiegene Verkauf in den Shops zum Teil wieder auf.

„In Haltern hat uns vor allem der Osterumsatz gefehlt. Die zahlreichen Ausflügler, die sonst über die Feiertage kommen, sind diesmal zum großen Teil ausgeblieben“, sagt Andreas Neumann, Pächter der JET-Tankstelle an der Recklinghäuser Straße.

Sicherheitsmaßnahmen funktionieren weitgehend gut

Direkt zu Beginn der Pandemie haben die Tankstellen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. An der Jet Tankstelle gehört dazu, dass Kunden einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten und möglichst bargeldlos bezahlen sollen. Heißgetränke werden zurzeit nur in Bechern To Go verkauft.

In der Tankstelle sollten jeweils nur bis zu vier Kunden gleichzeitig den Kassenraum betreten. „Das hat sich eingespielt und funktioniert inzwischen gut“, sagt Andreas Neumann, der mit einen Schild im Eingangsbereich auf die Verhaltensregeln hinweist.

Der Einbruch bei Kraftstoffverkauf ist aber durch den steigenden Umsatz im Shop zum Teil wieder aufgefangen worden. Vor allem Rauchwaren oder auch elektronische Guthabenkarten seien mehr verkauft worden, hat Andreas Neumann festgestellt.

Rauchwaren und elektronische Guthabenkarten sind gefragt

Sicherheitsmaßnahmen gibt es auch an der Aral-Tankstelle an der Weseler Straße. „Wir haben Plexiglasscheiben aufgestellt und Desinfektionmittelständer am Eingang“, sagt Filialleiterin Carmen Bollenberg. Auch sie bestätigt einen Umsatzrückgang beim Krafstoffverkauf. „Es zieht jetzt langsam wieder an, wir sind aber noch nicht auf dem Level von vor Corona“, sagt Bollenberg. Dass Shopartikel stärker nachgefragt werden, hat auch sie seit März an ihrer Tankstelle festgestellt.

Einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen hat auch die TC Tankstelle am Nordwall verzeichnet,. „Jetzt sind die Preise niedrig, die Leuten könnten fahren, aber stattdessen ist der Umsatz stark zurückgegangen“, sagt Mitarbeiterin Gabriele Schmidt. „Früher hätten die Autos bei dem Wetter hier bis auf die Straße gestanden.“

Die meisten Kunden würden sich inzwischen automatisch an die Abstandsregeln halten. „Nur bei älteren ist das manchmal nicht der Fall, dann weisen wir sie aber darauf hin“, sagt Schmidt. Sie hofft jetzt auf eine allmähliche Belebung des Geschäfts.

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