Coronavirus: 6 neue Todesfälle im Kreis, 7-Tages-Inzidenz in Haltern unter 50

Coronavirus

365 Corona-Infizierte meldet der Kreis am Donnerstag in Haltern, bei 337 Genesenen. Kreisweit steigt die Infizierten-Zahl auf 10.773. Weitere 6 Menschen sterben im Kreis.

Haltern

, 03.12.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter.

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter. © picture alliance/dpa

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen steigt am Donnerstag (3. Dezember) stark an: 10.773 Infizierte meldet der Kreis - im Vergleich zu Mittwoch sind 230 neue Fälle hinzugekommen.

Als genesen gelten 8987 Menschen - 77 mehr als am Vortag. Insgesamt 1578 Menschen im Kreisgebiet (+147) sind aktuell mit dem Virus infiziert.

In Haltern steigt die Zahl der Corona-Infizierten am Donnerstag (3. Dezember) um 5 auf 365. Die Zahl der Genesenen stieg um 3 auf 337. Insgesamt 28 Personen (+/- 0) sind aktuell infiziert.

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Es gibt sechs weitere Todesfälle im Kreis Recklinghausen: In Datteln ist ein Mann im Alter von 78 Jahren, in Gladbeck ein Mann im Alter von 89 Jahren, in Herten zwei Frauen im Alter von 87 und 100 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 83 und 94 Jahren verstorben. Alle wurden zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet.

Insgesamt steigt die Zahl der Toten im Kreis auf 131 (Stand 3. Dezember) im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Haltern bleibt kreisweit die einzige Kommune, in der noch kein Mensch an dem Virus starb.

In den letzten sieben Tagen hat es im Kreis 1049 (+7) Neuinfektionen gegeben (Stand 3. Dezember). Die kritische Marke von 50 Neuinfizierten pro Woche auf 100.000 Einwohner liegt umgerechnet auf die Einwohnerzahl im Kreis Recklinghausen bei 308 Neuinfektionen, der zusätzlich vom Land zum 1. September eingeführte Grenzwert von 35 liegt umgerechnet bei 215 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert steigt leicht und liegt bei 170,8.

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In Haltern sinkt die 7-Tages-Inzidenz unter die 50er-Marke. Am Donnerstag (3. Dezember, 6 Uhr) liegt er bei 47,6. Die Seestadt bleibt die einzige Kommune im Kreis Recklinghausen mit einem Inzidenzwert deutlich unter 100.

Ausschlaggebend für die Umsetzung von Maßnahmen ist der Inzidenzwert, den das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) meldet. Dieses meldete zuletzt am Donnerstag um 0 Uhr für den Kreis Recklinghausen eine Wochen-Inzidenz von 138,0.

Folgendes gilt es zu beachten: Die aktuelle Entwicklung führt dazu, dass sich der Datentransfer deutlich verzögert. Unterschiedliche Fallzahlen von Kreis und LZG wirken sich auch bei der Berechnung der 7-Tages-Inzidenz aus.

Der Kreis Recklinghausen hat offiziell informiert, dass die Warnstufe Rot erreicht ist. Neben einer Maskenpflicht gilt im Kreis Recklinghausen jetzt auch in Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen.

Insgesamt haben sich je nach Kreisstadt so viele Menschen angesteckt:

Landrat bedankt sich bei Bundesministerin

Unterdessen hat sich Landrat Bodo Klimpel mit einem Schreiben bei Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bedankt. „Als Teil des dicht besiedelten Ballungsraums Ruhrgebiet trifft die Corona-Pandemie unseren Kreis Recklinghausen mit seinen über 615.000 Einwohnern besonders hart. Die Bekämpfung der hohen Infektionszahlen und die damit verbundene Kontaktnachverfolgung waren mit dem eigenen Personal kaum noch zu leisten. Umso dankbarer bin ich Ihnen und Ihrem Ministerium für die tatkräftige Unterstützung durch die Bundeswehr.“

Mittlerweile unterstützten 40 Soldatinnen und Soldaten die Kreisverwaltung in der Kontaktnachverfolgung, 15 weitere entlasteten die Hilfsorganisationen in den mobilen Abstrich-Teams. „Die Soldatinnen und Soldaten leisten großartige Arbeit, haben sich schnell in die Verwaltung integriert und sind bei den Kollegen der Kreisverwaltung hoch angesehen“, erklärte Klimpel. Ihre Mitarbeit habe zu einer deutlichen Verbesserung und Entspannung der aktuellen Situation geführt, für die auch alle Beschäftigten des Kreises Recklinghausen sehr dankbar seien.

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© BZgA

Lehr- und Kitakräfte können sich ab sofort kostenlos testen lassen

Der Kreis weist darauf hin, dass Lehrkräfte, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kinderpflegeeinrichtungen sich ab sofort kostenlos und freiwillig alle zwei Wochen bei ihrem Hausarzt testen lassen können. Dem voraus ging eine Entscheidung auf Bundes- und Landesebene.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Quarantäne zu begeben und beim Gesundheitsamt zu melden. Darüber hinaus gilt gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes, dass sie sich außerdem auf das Corona-Virus testen lassen müssen.

Für die Tests gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Der Test wird vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass er nicht älter als 48 Stunden sein darf, von einem zertifizierten Labor durchgeführt worden sein muss und das Ergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorliegt.
  • Der Test wird direkt bei der Einreise am Flughafen vorgenommen. Diese Tests sind für die Einreisenden kostenlos. Wichtig zu berücksichtigen: Auch in diesen Fällen gilt die Quarantäne so lange, bis das schriftliche Testergebnis vorliegt. Die Nachricht auf dem Smartphone genügt nicht, da diese weder personalisiert ist noch Informationen zum Labor enthält, das den Test durchgeführt hat. Gemäß der aktuell gültigen Einreiseverordnung muss zur Quarantäne-Befreiung allerdings eine schriftliche Bestätigung vorliegen.
  • Der Test wird nach der Rückkehr vom Hausarzt durchgeführt. In diesem Fall ist vorher unbedingt telefonisch Kontakt zur Arztpraxis aufzunehmen und der Hinweis auf die Rückkehr aus einem Risikogebiet zu geben.

Reiserückkehrer aus Ländern, die vom RKI nicht als Risikogebiet ausgewiesen worden sind, können sich gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes ebenfalls kostenlos bei ihrem Hausarzt auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen.

Alle oben genannten Testungen sind gemäß der aktuell gültigen Verordnungen durch die niedergelassenen Ärzte oder durch die von der Kassenärztlichen Vereinigung eingerichteten Testzentren durchzuführen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, ist Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen.

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