Auch die Gartencenter dürfen ab Montag wieder öffnen. © dpa
Corona-Pandemie

Corona-Verordnung: Das ist der Fahrplan im Kreis ab Montag, 8. März

Nach Bund und Land NRW hat auch der Kreis Recklinghausen einen Fahrplan für die neue Corona-Schutzverordnung bekanntgegeben. Die Behörde erklärt, welche Regelungen ab Montag (8. März) im Kreis gelten.

Nach dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch hatte die NRW-Landesregierung die Coronaschutzverordnung am Freitag angepasst. Die dort zu findenden Regelungen gelten ab Montag, 8. März, auch für die Bürger im Kreisgebiet. Das hat der Kreis Recklinghausen jetzt mitgeteilt.

Demnach orientiert sich „das, was im Kreis möglich ist oder möglich werden könnte, bis auf weiteres am Inzidenzwert für ganz Nordrhein-Westfalen“. Die Landesregierung prüft derzeit noch, inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem im Vergleich zum Landeswert nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden könnten. Dabei gelte es aber in jedem Fall, die Situation in den jeweils umliegenden Regionen zu beachten, so die Behörde.

Das Land NRW hat de einzelnen Öffnungsschritte auf seiner Webseite dargestellt.
Das Land NRW hat de einzelnen Öffnungsschritte auf seiner Webseite dargestellt. © Land NRW © Land NRW

Im Kreis Recklinghausen lag der für weitere Maßnahmen entscheidende, vom Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) ermittelte Inzidenzwert am Freitag bei 54,4. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor.

Hier die Regelungen:

Da die 7-Tage-Inzidenz für Nordrhein-Westfalen stabil unter 100 liegt – der Wert am Samstag (6. März) liegt bei 64,6 – gelten im Kreis Recklinghausen ab Montag, 8. März, folgende Bestimmungen:

  • Buchhandlungen, Schreibwarengeschäfte, Blumengeschäfte und Gartenmärkte können ihren Betrieb wieder aufnehmen. Sie müssen keine Termine mit den Kunden vereinbaren und dürfen bei kleineren Läden einen Kunden pro 10 Quadratmeter rein lassen.
  • Alle übrigen Einzelhandelsgeschäfte können mit Terminvergabe und begrenzter Kundenzahl öffnen. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro 40 Quadratmeter begrenzt. Händler können Kunden auch kurz vorher am Ladeneingang einen Termin geben.
  • Gleiches gilt körpernahe Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr-, Boots- und Flugschulen mit Hygienekonzepten.
  • Kosmetik und Co.: Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann – zum Beispiel bei Gesichtskosmetik – ist laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig. Das Ergebnis muss von einer Teststelle bestätigt sein. Insofern kann der Test nicht bei der Kosmetikerin gemacht werden. Das schriftlich oder digital bestätigte Ergebnis sei mitzuführen, um Einlass zu bekommen. Das Personal wiederum muss regelmäßig getestet werden.
  • Musikunterricht: Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt.

Treffen unter freiem Himmel

Die neue Coronaschutzverordnung enthält auch Veränderungen für Treffen unter freiem Himmel, für Kultur und Sport.

  • Im öffentlichen Raum dürfen ab sofort bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen zusammenkommen. Paare gelten dabei zukünftig unabhängig von den Wohnverhältnissen als ein Hausstand. Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit ist es wieder möglich, Museen, Kunstausstellungen, Schlösser, Gedenkstätten sowie Zoos zu besuchen.


Regelung für Freiluft-Sportanlagen

  • Für Freiluft-Sportanlagen gilt: Individualsport ist möglich. Hier lauten die Vorgaben zur Gruppengröße: Höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen, bei Kindern im Alter bis 14 Jahren dürfen es 20 plus zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sein.

Grundregel für die Maskenpflicht

In geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr sind höherwertige Masken zu tragen. Im Außenbereich reichen Alltagsmasken. Die Details aller Vorgaben – unter anderem zur zulässigen Anzahl von Kunden oder Besuchern pro Quadratmeter oder Testvorgaben – finden sich in der 21-seitigen Coronaschutzverordnung des NRW Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales auf der Internetseite der Landesregierung.

Die Angemessenheit der Verordnung wird von der Landesregierung fortlaufend überprüft, weitere Öffnungsschritte wären nach dem beim Bund-Länder-Gipfel vereinbarten Fahrplan frühestens ab dem 22. März möglich, erklärt der Kreis.

Landrat Bodo Klimpel appelliert an die Menschen im Kreis: „Damit bekommen die Menschen in NRW wieder mehr Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Viele Betriebe dürfen nun wieder öffnen. Allerdings liegt es an uns, ob wir diese wiedererlangten Freiheiten auch längerfristig nutzen können. Dabei sind alle gefragt. Nur, wenn wir umsichtig und vorsichtig handeln und uns an die Vorgaben halten, können wir die Inzidenz so niedrig halten, dass erneute Schließungen vermieden werden.“

Starttermin noch offen

Seit dem Bund-Länder-Gipfel ist geregelt, dass der Bund ab Montag, 8. März, die Kosten für einen wöchentlichen Schnelltest pro Bürger übernimmt. Um die dafür notwendige Teststrategie im Kreis Recklinghausen planen zu können, warten Kreis- und Stadtverwaltungen noch auf Vorgaben und Informationen der Landesregierung. Diese waren laut Kreis bis zum Wochenende noch nicht eingetroffen. Ein Starttermin für diese Schnelltests kann damit aktuell noch nicht genannt werden.

Gleiches gilt für die Umgangsweise mit den Selbsttests, die ab Samstag im Handel erhältlich sein sollen. Die Vorgehensweise bei positiven Selbsttest-Ergebnissen liegt noch nicht vor, darum bittet der Kreis darum, dass positiv Selbstgetestete sich freiwillig in Quarantäne begeben.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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