Corona-Lockerung: Wieder mehr Kita-Kinder in Haltern betreut

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Die gelockerten Corona-Bestimmungen haben auch in Haltern zur Folge, dass die Zahl der Kita-Kinder steigt. Seit Donnerstag (14. Mai) dürfen auch die Zweijährigen wieder in die Tagespflege.

Haltern

, 16.05.2020, 08:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Stadt Haltern auf Anfrage mitteilte, wurden in der laufenden Woche mehr als 300 Kinder in den Halterner Einrichtungen und Tagespflegestellen betreut. Diese Zahl hat sich am Donnerstag dadurch erhöht, dass ab diesem Zeitpunkt auch die zweijährigen Kinder in der Tagespflege betreut werden können. Derzeit befinden sich 77 Kinder in dieser Betreuungsform.

Laut Stadt unterliegen die Betreuungszahlen täglichen Schwankungen, weil nicht alle Kinder die ganze Woche über in den Einrichtungen betreut werden und auch nicht über die ganze Zeit. Abgesehen von den Zweijährigen sind aktuell für diese Woche 229 Kinder in der Not-Betreuung. Ende April waren es mitsamt der Tagespflege noch 158 Kinder. Mit 24 Kindern liegt das Städtische Familienzentrum Conzeallee an der Spitze, gefolgt vom DRK Familienzentrum Sythen mit 20 Kindern.

Alle Vorschulkinder sollen ab 28. Mai betreut werden

Der von NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp vorgestellte Plan für eine zeitlich gestaffelte Öffnung der Tagesbetreuungsangebote für weitere Zielgruppen von Kindern sieht vor, dass neben den Zweijährigen ab Donnerstag zunächst die Vorschulkinder, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten, und die Kinder mit Behinderungen betreut werden. Die übrigen Vorschulkinder sollen dann ab dem 28. Mai betreut werden. „Ein Schritt in die richtige Richtung, da hierdurch der gesamte letzte Kita-Jahrgang auf den Übergang in die

Grundschule vorbereitet werden kann“, begrüßt Bürgermeister Bodo Klimpel den Plan.

Die Umsetzung dieser beiden Stufen werde für zahlreiche Kommunen und Träger von Tageseinrichtungen eine Herausforderung darstellen. Insbesondere ältere Fachkräfte und Personen, die Risikogruppen angehörten, stünden derzeit nicht zur Verfügung. Da wegen des Infektionsschutzes darüber hinaus die Betreuung in kleineren Gruppen geboten sei, würden oftmals nicht nur die personellen, sondern auch die räumlichen Ressourcen ausgeschöpft. „Wir unterstützen den Ansatz, allen Kindern in einer bis Ende Mai noch festzulegenden Form zumindest eine Anbindung an die Kindertagesbetreuung zu ermöglichen“, meint Klimpel.

An den Halterner Grundschulen ist die Zahl (Stand 12. Mai) der Kinder in der Notbetreuung mittlerweile auf 111 gestiegen. Hinzu kommen 77 Kinder in der OGS-Betreuung, das sind diejenigen Kinder, die am Präsenzunterricht teilnehmen und anschließend in der OGS betreut werden.

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