Corona-Lockerung: „Römer-Checker“ erwarten Besucher im Museum

dzLWL-Römermuseum

Führungen finden zurzeit noch nicht statt, dafür sind jetzt aber die „Römer-Checker“ im Halterner Römermuseum unterwegs. Seit einer Woche hat das LWL-Museum wieder geöffnet.

Haltern

, 11.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor sieben Wochen mussten auch die Museen im Zuge des Lockdowns wegen der Coronakrise schließen. „Wir haben die Zeit genutzt, um konzeptionelle Arbeiten zu erledigen und uns vor allem Gedanken darüber gemacht, wie wir den Betrieb wieder aufnehmen können“, sagt Julia Großekathöfer.

„Persönliche Begegnungen haben mir gefehlt“

Nun läuft der Betrieb langsam wieder an. „Das ist auch für mich Balsam für die Seele“, sagt Museumspädagogin Julia Großekathöfer. „Endlich habe ich wieder direkten Kontakt zu den Besuchern, wenn auch auf Distanz, aber immerhin. Home-Office kann ja auch mal ganz spannend sein, aber mir haben die persönlichen Begegnungen mit den Besuchern gefehlt.“

Da es noch keine Führungen gibt, stehen die Museumspadägogen als sogenannte „Römer-Checker“ den Besucher als Ansprechpartner zur Verfügung, geschützt durch Römer-Masken. „Wir beantworten Fragen, gehen aber auch auf die Besucher zu“, so Julia Großekathöfer. Alle Mitmachaktionen sind abgesagt. Dafür kann man aber digitale Führungen buchen und als „Römer-Cacher“ auf Spurensuche gehen.

Maximal 40 Besucher dürfen gleichzeitig ins Gebäude

Der gesamte Museumsbetrieb ist auf die neue Situation eingestellt: Der Kassenbereich liegt hinter Plexiglasscheiben, Markierungen auf dem Boden weisen auf die Mindestabstände hin. Zwei Security-Mitarbeiter sind vor Ort, um auf die Einhaltung der Sonderregelungen zu achten.

„Wir lassen maximal 40 Besucher gleichzeitig in die Ausstellung im Gebäude, darauf haben wir uns verständigt“, sagt Julia Großekathöfer. „Den Außenbereich können sich bis zu 300 Besucher gleichzeitig anschauen.“

So viele waren aber bisher noch nicht da. An den Wochentagen lagen die Besucherzahlen bei um die 20, der beste Tag war der Samstag, an dem bis zum frühen Nachmittag 73 Besucher ins Museum gekommen waren.

„Kleines Stückchen Normalität“

Paul Fürhoff nutzte die Gelegenheit, sich am Samstag das Museum zusammen mit seinem Sohn Kalle anzusehen. „Ich wohne in Köln, stamme aber aus Haltern“, sagt er. Für beide war es der erste Besuch im Römermuseum.

Viele Besuchern seien unsicher gewesen, ob das Museum überhaupt wieder geöffnet ist, so die Mitarbeiter. Auch wenn der Besuch des Römerschiffes Victoria auf dem Stausee wohl ausfällt und auch die Römertage wohl verschoben werden müssen: „Wir sind froh, dass wir wieder hier sind“, sagt Julia Großekathöfer. „Das ist zumindest schon mal ein kleines Stück Normalität.“

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