Nikolausmarkt in Haltern – Das ist der Stand der Dinge

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Vom 27. November bis zum 13. Dezember soll der Nikolausmarkt zum Verweilen in der Innenstadt einladen. Doch kann der Markt trotz der Coronakrise stattfinden? Wir haben nachgehört.

Haltern

, 17.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits seit Wochen ist klar, dass zahlreiche Events, darunter Traditionsveranstaltungen wie das Heimatfest oder „Haltern bittet zu Tisch“, in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Verbot von Großveranstaltungen ausfallen müssen. Ob der Nikolausmarkt in der Halterner Innenstadt wie geplant vom 27. November bis zum 13. Dezember stattfinden kann, ist aber noch ungewiss.

Weitere Entwicklung abwarten

„Eine abschließende Entscheidung dazu haben wir noch nicht getroffen“, dämpft Halterns Stadtsprecher Thomas Gerlach Hoffnungen auf ein klares „Ja“ oder „Nein“. Man befinde sich weiterhin im Austausch mit Partnern und Beteiligten und wolle zunächst die weitere Entwicklung in den kommenden Wochen abwarten. Mit dem verkaufsoffenen Sonntag am 2. August und dem Büchermarkt auf dem Marktplatz am 8. August (Samstag) stünden zwei Termine bevor, die möglicherweise auch weitere Erkenntnisse und Erfahrungswerte zur Durchführung von Besucherveranstaltungen in der Innenstadt liefern könnten, so Gerlach.

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Unklar sei zudem, ob in den nächsten Wochen noch eine neue Verordnung kommt und wie diese aussieht, also auch welche konkreten Auflagen es bis zum geplanten Start des Nikolausmarktes geben wird. Fakt ist: Die aktuell geltende Verordnung des Landes NRW, die Großveranstaltungen verbietet, gilt bis zum 31. Oktober. Vier Wochen später würde der Nikolausmarkt starten. Das alles führe dazu, dass sich konkrete Planungen recht schwierig gestalten, so Gerlach. Ungewiss bleibt auch, ob der beliebte Umzug mit dem Nikolaus vom Stausee in die Innenstadt in gewohnter Art und Weise durchgeführt werden kann.

Wichtige Einnahmequelle

Vielen Händlern des Kreativmarktes im Alten Rathaus, die Schmuck, Handwerk und Spielwaren anbieten, aber auch den Betreibern der gastronomischen Stände würde bei einer Absage der Veranstaltung eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen. Vereine, wie zum Beispiel der Spielmannszug „In Treue fest“, dessen Mitglieder seit Jahren Getränke und Reibeplätzchen auf dem Nikolausmarkt anbieten, hätten dann keine Möglichkeit mehr, sich entsprechend zu repräsentieren und die eigene Kasse aufzubessern.

Franz-Josef Lojack (l.) und die Mitglieder vom Spielmansszug "In Treue fest" würden auf dem Nikolausmarkt gerne wieder Glühwein ausschenken. Noch ist aber unklar, ob der Hüttenzauber in diesem Jahr stattfinden kann.

Franz-Josef Lojack (l.) und die Mitglieder vom Spielmansszug "In Treue fest" würden auf dem Nikolausmarkt gerne wieder Glühwein ausschenken. Noch ist aber unklar, ob der Hüttenzauber in diesem Jahr stattfinden kann. © Jürgen Wolter

Auf die Atmosphäre eines Nikolausmarktes bauen auch die Innenstadthändler: Weihnachtsmarkt-Besucher sind potenzielle Kundschaft - im Corona-Jahr, in dem die Geschäfte lange geschlossen bleiben mussten, eine dringend benötigte Kundschaft.

Ein echter Publikumsmagnet

Unabhängig von den weiteren Planungen der Stadt möchten die Stadtwerke zur Adventszeit wieder für ein Schlittschuhvergnügen auf dem Marktplatz sorgen.

Die Kunst-Eisbahn auf dem Marktplatz war in den vergangenen Jahren ein Publikumsmagnet.

Die Kunst-Eisbahn auf dem Marktplatz war in den vergangenen Jahren ein Publikumsmagnet. © Patzke

Sprecher Thomas Liedtke: „Wir sehen gegenwärtig eine Perspektive für unsere Kunst-Eisbahn und können uns einen Aufbau, möglicherweise auch ohne Hüttenzauber, durchaus vorstellen.“ In den vergangenen Jahren war die Kunst-Eisbahn vor der Sixtus-Kirche insbesondere bei Familien ein echter Publikumsmagnet.

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