Corona-Krise: Auto-Schlangen am Wertstoffhof an der Annabergstraße

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Corona zwingt die Menschen zum Stillstand - doch nicht in den eigenen vier Wänden. Viele machen jetzt den Garten oder entrümpeln - entsprechend groß ist der Andrang am Wertstoffhof in Haltern.

Haltern

, 18.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der erzwungene Corona-Stillstand und die abgesagten Ferienpläne führten in ganz Deutschland dazu, dass die Bürger nun verstärkt die Dinge angreifen, die sonst gerne aufgeschoben werden: Entrümpeln und Gartenarbeiten. Das sieht man am Andrang in den Baumärkten (wir berichteten) und an den Wertstoffhöfen.

In Haltern hat der Wertstoffhof am Baubetriebshof an der Annabergstrasse 55 täglich, außer mittwochs, geöffnet.

Mehmet Dana kontrolliert am Wertstoffhof die Ladung der Anlieferungen.

Mehmet Dana kontrolliert am Wertstoffhof die Ladung der Anlieferungen. © Jürgen Wolter

20 Prozent mehr Besucher als üblich kämen zum Wertstoffhof, teilte Thomas Gerlach für die Stadt auf Anfrage mit. „Die Wagen stehen zum Teil bis auf der Annabergstraße“, so Gerlach. Die Wartezeit betrage dann im Höchstfall bis zu 20 Minuten, je nach Andrang und mitgebrachter Müllmenge der Bürger.

Das Personal habe die Stadt aufgrund des höheren Arbeitsaufwandes nicht aufgestockt. Es seien nach wie vor drei Mitarbeiter am Wertstoffhof im Einsatz.

Maximal fünf Pkw sind gleichzeitig erlaubt

Der Zugang ist reglementiert, es sind maximal fünf Pkw gleichzeitig auf dem Gelände erlaubt. Über das Kassenhäuschen werde der Zugang geregelt, teilt Thomas Gerlach mit. „Das funktioniert in der Regel auch recht gut.“

Ordnungsamt

Nur wenige Anzeigen wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot

Wie sieht es eigentlich mit Anzeigen beim Ordnungsamt aus, die auf einen möglichen Verstoß gegen die Corona-Regeln hindeuten? Stadtsprecher Thomas Gerlach gibt hier Entwarnung. „Das kann man nicht beziffern, solche Anzeigen gehen nur sporadisch ein.“ Meistens handele es sich um Verstöße gegen das Kontaktverbot, zum Beispiel wenn mehrere Personen im Westuferpark unterwegs seien. Dann prüfe der Außendienst des Ordnungsamtes die Angaben vor Ort nach - in der Regel verliefen solche Einsätze aber ohne Ergebnis.

Bedingt durch die Jahreszeit und das gute Wetter ist die am häufigsten entsorgte Abfallfraktion Grünabfall, direkt gefolgt von Sperrmüll. Die Mehrzahl der Halterner verhalte sich bei der Entsorgung vorbildlich, sagt Gerlach. Auch die Abstandsvorgaben würden auf dem Gelände eingehalten.

Sperrmüll- und Grünschnittentsorgung ist übrigens gebührenpflichtig: Zwischen einem (je 100-Liter-Sack) und 10 Euro (pro Kubikmeter) beim Grünschnitt, je nach Menge - beim Restmüll kann ein Kubikmeter schon mal 39 Euro kosten. Die genauen Angaben sind auf der Internetseite des Wertstoffhofes nachzulesen.

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Die Stadt habe bisher keinen Anstieg an wilden Müllkippen feststellen können, so der Sprecher. Gerlach führt das auf die fortlaufende gewohnte Öffnung des Wertstoffhofes zurück.

Der Wertstoffhof am Baubetriebshof, Annabergstrasse 55, hat zu folgenden Zeiten geöffnet:
  • Montag: 8 - 17 Uhr, Dienstag: 8 - 17 Uhr
  • Mittwoch geschlossen
  • Donnerstag: 8 - 17 Uhr, Freitag: 8 - 18 Uhr, Samstag: 8.30 - 13.30 Uhr
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