Corona-Hilfe Haltern: Fünfstellige Spendensumme, tausendfacher Dank

Spendenaktion

Als wegen Corona auch in Haltern das Leben still stand, rief Ralf Mertmann mit Unterstützern eine Spendenaktion ins Leben. Diese ist nun zu Ende gegangen. Mit einem beeindruckenden Ergebnis.

Haltern

, 09.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ralf Mertmann (Bauunternehmen Mertmann, Lippramsdorf) initiierte die Corona-Spendenaktion und fand in der Bürgerstiftung und Kollegenkreis der Baubranche engagierte Unterstützer.

Ralf Mertmann (Bauunternehmen Mertmann, Lippramsdorf) initiierte die Corona-Spendenaktion und fand in der Bürgerstiftung und Kollegenkreis der Baubranche engagierte Unterstützer. © Spiller

Anfang April rief Ralf Mertmann (Bauunternehmen Mertmann) eine Corona-Spendenaktion ins Leben. Unterstützt wurde er von Kollegen aus der Baubranche und der Halterner Bürgerstiftung. „Wir möchten vor allem die bedenken, die öffentliches Leben aufrecht erhalten und ebenso die, die sich ernsthafte Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen müssen“, sagte Ralf Mertmann zum Hintergrund der Aktion. Haltern sei, das habe die Vergangenheit oft bewiesen, eine große Solidargemeinschaft: „Halterner stehen für Halterner ein.“ Und tatsächlich hat sich das wieder einmal bewiesen, stellt Ralf Mertmann mit Blick auf den Kontostand fest.

Die Empfänger fühlten sich durch das Geschenk wertgeschätzt

Über Sonderkonten der Bürgerstiftung bei der Volksbank und der Stadtsparkasse gingen 40.423 Euro ein. Überwiesen wurden Summen von einem Cent bis zu vierstelligen Beträgen. Der eine Cent hatte allerdings seine besondere Bedeutung. Bei dem Live-Stream-Disco-Event im Alten Rathaus zugunsten der Aktion hatte sich jemand Herbert Grönemeyers „Sekundenglück“ gewünscht; dazu passte natürlich auch nur ein Hauch an Zuwendung. Die Aktion unter dem Titel „Coronahilfe“ ist nun beendet, die Konten sind geschlossen.

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Rund 2000 Stadt- und Restaurantgutscheine haben Ralf Mertmann und sein Team verschenken können. Die Empfänger fühlten sich wertgeschätzt, in einer Zeit, die ihnen in den Corona-Anfängen und auch heute noch viel abverlangt. „Sie empfanden die Zuwendung als tolle Geste des Miteinanders“, reflektiert Ralf Mertmann Reaktionen.

Auf eine anfängliche Skepsis folgte die pure Freude

Thilo Wichmann (Vorstand) vom Ernst-Lossa-Haus, der noch nicht lange in Haltern arbeitet, war nach den Worten von Ralf Mertmann verwundert über ein „unglaubliches Zusammengehörigkeitsgefühl, das in dieser Größenordnung beispielhaft ist.“ Neben dieser Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen wurden unter anderem Ehrenamtliche von Deutschem Roten Kreuz, Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst bedacht, Mitarbeiter im Krankenhaus, in Lebensmittelgeschäften, in Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen oder Apotheken.

„Mit dieser überwältigenden Resonanz habe ich nicht gerechnet. Anfangs hatte ich eher die Befürchtung, mit einer Spendenaktion die durch Corona verunsicherten Halterner zu überreizen“, erklärt Ralf Mertmann. Letztlich hätten er und sein Team nur eine kleine Anerkennung aussprechen können. „Natürlich können wir keine Existenzen damit retten.“ Aber dennoch: Dass die Aktion so wertgeschätzt worden sei, habe ihn außerordentlich gefreut. Und nicht nur ihn ...

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