Polizei warnt: Brücken und Gleisanlagen sind kein Spielplatz

Warnung der Polizei

Die Sommerferien sind in vollem Gange. Die Sonne lockt Kinder und Jugendliche nach draußen. Die Polizei rät: Um Unfälle zu vermeiden, sollten die Eltern ihren Schützlingen ins Gewissen reden.

Haltern

07.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisenbahnbrücken werden häufiger von Jugendlichen für Mutproben genutzt. Die Bundespolizei warnt: Von Brücken sollte nicht gesprungen werden. Vor allem Eisenbahnbrücken bergen eine immense Gefahr.

Eisenbahnbrücken werden häufiger von Jugendlichen für Mutproben genutzt. Die Bundespolizei warnt: Von Brücken sollte nicht gesprungen werden. Vor allem Eisenbahnbrücken bergen eine immense Gefahr. © Bernhard Fiehe

Herumtollen, die Sonne genießen, Freunde treffen: Viele Kinder und Jugendliche genießen das Sommer-Wetter zum Ferienbeginn. Verabredungen an der frischen Luft gehören zur Tagesordnung. Nun sehnt man sich bei heißen Temperaturen nach etwas Abkühlung. Im Silbersee II darf wieder geschwommen werden - allerdings muss dafür online ein Ticket erworben werden.

Auch in den Frei- und Hallenbädern gibt es Einschränkungen. Wenn die Kids spontan schwimmen gehen möchten, kommen sie womöglich auf die Idee, von einer Brücke aus ins kühle Nass des Kanals zu springen. Davor warnt die Bundespolizei nun. Kinder und Jugendliche sollten gebrieft werden, damit es nicht zu Unfällen kommt.

„Das Springen von Brücken ist nicht nur lebensgefährlich, sondern auch verboten. Gerade beim Sprung von Eisenbahnbrücken kann der Aufenthalt in den Gleisanlagen auf der Brücke tödlich sein. Moderne Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Beim Sprung von der Brücke ins kühle Nass könne man zudem leicht Gegenstände übersehen, welche im Wasser, vor allem im Bereich von Brücken treiben. Hierdurch können ebenfalls tödliche Verletzungen entstehen.

Deshalb appelliert die Bundespolizei: „Bitte suchen Sie sich nur zugelassenen Badestellen an Flüssen, Kanälen und Badeseen aus und schützen Sie sich durch ein verantwortungsvolles Verhalten!“

Bahngleise sind kein Ort für Selfies

Nicht nur vor dem Sprung von Eisenbahnbrücken, sondern den gesamten Bahnanlagen warnt die Polizei. „An solchen Tagen kommt es nicht selten vor, dass sich Kinder einen ‚Abenteuerspielplatz‘ suchen. Dabei wirken gerade auch Bahnanlagen, Gleise und Hochspannungsmasten auf Kinder und Jugendliche anziehend“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Mutproben, Selfies im Gleisbereich, das Auflegen von Steinen auf Schienen und das Klettern auf Masten und abgestellten Waggons sind kein Spaß und können drastische Folgen haben - Eltern sollten ihre Kinder daher über die Gefahren aufklären.

Finger weg von den Oberleitungen

Beim Klettern auf Brückenträgern, Masten und Schutzeinrichtungen entsteht eine lebensgefährliche Nähe zum Oberleitungsnetz der Eisenbahn. Dies stehe unter einer Spannung von 15.000 Volt. Dabei müsse man die Oberleitung nicht einmal berühren, bevor ein Lichtbogen überspringen kann.

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Die Bundespolizei weist daraufhin hin, dass, wenn Züge auf Grund von Personen im Gleisbereich eine Schnellbremsung einleiten müssen, der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllt sein kann. Dieser kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden.

Ebenfalls wird beim unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich ein Bußgeld von 25 Euro bis 900 Euro fällig.

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