Bundesnotbremse: Macht die Ausgangssperre in Haltern Sinn?

Meinung

Durch die Bundesnotbremse gelten auch in Haltern ab Samstag wieder neue Regeln. Nicht alle sind nachzuvollziehen. Dazu ein Kommentar.

Haltern

, 24.04.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Halterner Innenstadt zeigt sich in der Pandemie allzu häufig ein tristes Bild.

In der Halterner Innenstadt zeigt sich in der Pandemie allzu häufig ein tristes Bild. © Jürgen Wolter

Durch die gerade beschlossene Bundesnotbremse soll die dritte Welle der Corona-Pandemie gebrochen werden. Wenn wir an das einsame Sterben von Corona-Patienten auf den Intensivstationen denken, ist es leichter, weitere Einschränkungen in unserem Alltag hinzunehmen. Die persönliche Freiheit darf beschnitten werden, wenn es um Leben und Tod geht. Je disziplinierter wir jetzt sind, desto schneller können wir die Krise überwinden.

Trotzdem sind die neuen Regeln nicht komplett nachzuvollziehen. Macht beispielsweise die Ausgangssperre in einer Stadt wie Haltern Sinn? Wo rotten sich des nachts die Menschen zusammen und feiern wilde Partys?

Warum darf ich weiterhin ein Gartencenter in Haltern besuchen oder zum Friseur gehen, aber nicht mit einem negativen Test und viel Abstand ein paar Schuhe oder eine neue Garderobe im Geschäft aussuchen und auch nicht den Service eines Kosmetikstudios in Anspruch nehmen? Was macht Blumen und Deko oder einen frischen Haarschnitt systemrelevant?

Außerdem bleibt der Kontaktsport im Amateurbereich in Haltern weiterhin ausgesetzt, während sich beispielsweise die Fußballprofis in der Bundesliga weiterhin regelmäßig bei einem Torerfolg vergessen und fröhlich vor dem Medienpublikum in den Armen liegen. Sind das die Vorbilder, die wir unseren Kindern zeigen wollen?

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