Bodo Klimpel: „Negativer Test ist hilfreich für Urlauber“

Corona-Fragen

In den vergangenen Tagen hat Bürgermeister Bodo Klimpel wieder Fragen zum Thema Corona beantwortet. Diesmal geht es unter anderem um die beginnende Urlaubszeit und den Schulbetrieb.

30.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Unterricht in den Grundschulen läuft wieder. Bisher gab es in Haltern noch keine Zwischenfälle.

Der Unterricht in den Grundschulen läuft wieder. Bisher gab es in Haltern noch keine Zwischenfälle. © picture alliance/dpa

Die Kreise Gütersloh und Warendorf sind jetzt schwer betroffen wegen der hohen Zahl von Corona-Infizierten. Wie schätzen Sie diese Situation ein?

Bodo Klimpel: Das ist aus meiner Sicht sehr bitter für die Menschen in den beiden betroffenen Kreisen. Nach allem, was ich weiß, ist der dort verhängte „Lockdown“ nachvollziehbar. Das Ausbreiten des Virus muss möglichst vermieden werden. Zudem gibt es ja auch aus anderen Gebieten Deutschlands Hinweise, wie schnell sich das Virus verbreiten kann.

Das ist ja auch nicht eine positive Ausgangsposition für die nun beginnende Urlaubszeit. Wie stehen Sie dazu?

Bodo Klimpel: Ja, das stimmt. Ich würde auch versuchen, mich testen zu lassen, wenn ich in Urlaub fahren würde. In erster Linie deshalb, weil es nun Urlaubsregionen gibt, die solche negativen Tests verlangen, damit sie Touristen beherbergen können. Das ist zweifellos umständlich und vielleicht auch nervig, ich kann es aber auch verstehen. Denn auch hier sollte als erstes im Vordergrund stehen, dass Sicherheit über alles geht.

Hand aufs Herz, hatten Sie Bedenken, als Sie hörten, dass der Grundschulbetrieb wieder losgegangen ist?

Bodo Klimpel: Ich gebe zu, dass hier zwei Herzen in meiner Brust geschlagen haben. Ich sehe einerseits, dass immer mehr Familien Probleme mit dem Homeschooling und Homeoffice hatten. Ich habe zudem einige Grundschulkinder erlebt, wie „heiß“ sie wieder auf den Unterricht waren. Das alles vor dem Hintergrund, dass wir jetzt schon eine ganze Weile in Haltern am See coronafrei sind.

Aber da ist natürlich auch die Kehrseite dieser Medaille: So mussten in NRW auch schon wieder einzelne Kitas oder Schulen geschlossen werden, weil Coronafälle aufgetreten sind. Das ist gewissermaßen der Spannungsbogen, unter dem die Verantwortlichen beim Land entscheiden mussten. Wir haben als Schulträger gemeinsam mit den Schulen den Hygieneplan auf die Corona-Bedingungen abgestimmt.

Und wagen Sie einen Ausblick auf die Zeit nach den Sommerferien, wenn auch die anderen Schulen wieder in den Regelbetrieb gehen sollen?

Bodo Klimpel: Das ist sicherlich mit dem Wissen und der Situation von heute sehr schwierig. Was ich sicher glaube ist, dass wir alle gemeinsam alles dafür tun sollten, das Virus nicht zu verbreiten. Denn derzeit haben wir den großen Vorteil, dass wir uns sehr viel draußen aufhalten können. Das würde ich natürlich weiterhin dringend empfehlen. Wir haben uns in Deutschland aufgrund der frühzeitigen Einschränkungen einen großen Vorteil verschafft, den sollten wir nicht verspielen. Und deshalb möchte ich weiter dafür werben, drei entscheidende Punkte zu berücksichtigen: Maske, Abstand und Hygiene.

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