Blühende Oase: Ratsfrau Maaike Thomas stellt ihren Stadtgarten vor

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Ein naturnaher Stadtgarten ist kein Hexenwerk. Dieser Überzeugung ist die Halterner Grünen-Politikerin Maaike Thomas und stellt ihre eigene grüne Oase vor.

Haltern

, 25.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf der Holtwicker Straße braust munter der Verkehr und beschäftigt meine Ohren. Dann trete ich durch das weiße Gartentor von Maaike und Peter Thomas und finde mich in einem Garten wieder, der mich an die märchenhafte Welt von Dornröschen erinnert.

Das Haus ist üppig von Efeu umrankt. Ein Beet links der Haustür empfängt die Besucher in blau-violetten, roten und weißen Farbtönen. Entlang der Hauswand auf der rechten Seite bilden Rosen eine bunte Treppe bis hinauf in den ersten Stock.

Nur drei Meter bleiben zwischen Haus und Nachbargrenze, trotzdem ist Platz für eine üppige Rosenpracht.

Nur drei Meter bleiben zwischen Haus und Nachbargrenze, trotzdem ist Platz für eine üppige Rosenpracht. © Silvia Wiethoff

Maaike Thomas hat in ihren Garten eingeladen, um zu zeigen, dass ein farbenprächtiges, naturnahes Grundstück kein Hexenwerk ist und Aufenthaltsqualität auch auf kleinen Flächen mitten in der Stadt verbessert werden kann. In direkter Nachbarschaft zur belebten Straße hat die Ratsfrau der Grünen ein blühendes Paradies geschaffen, das nicht nur der Seele des Menschen gefällt, sondern auch Vögeln und Insekten ein Zuhause bietet.

Der blühende Garten ist ein Gegenentwurf zur Steinwüste

Es handelt sich um einen lebendigen Gegenentwurf zu den tristen Steinwüsten, die zurzeit so in Mode sind. Perfektion wird hier nicht angestrebt. „Ich teile meine grüne Oase auch mit den Kaninchen. Gerade haben sie meine jungen Margeriten abgefressen“, lacht Maaike Thomas.

Alle Sinne werden im blühenden Garten angeregt.

Alle Sinne werden im blühenden Garten angeregt. © Silvia Wiethoff

Im Sommer nutzt das Ehepaar Thomas den Garten als „zusätzlichen Raum“. Auch bei meinem Besuch sitzen wir auf der Terrasse, was in Zeiten der Corona-Pandemie praktisch ist. Wir halten den nötigen Abstand und müssen keine Maske tragen.

Absolut pflegeleicht, das muss die engagierte Lokalpolitikerin, die nach der Kommunalwahl im Herbst kürzer treten will, zugeben, ist ihr idyllischer Garten nicht. Einmal wöchentlich müsse man mindestens eine Stunde für die Pflege investieren. Zweimal pro Woche sei bei der anhaltenden Trockenheit zusätzlich die Bewässerung notwendig.

Für die Regenwürmer ist der Kompost das Paradies, für die Vögel sind es die Regenwürmer.

Für die Regenwürmer ist der Kompost das Paradies, für die Vögel sind es die Regenwürmer. © Silvia Wiethoff

Nur im „äußersten Notfall“, das betont Maaike Thomas, verwendet sie chemische Mittel gegen Pflanzenkrankheiten und Parasiten. Ansonsten helfen ihr biologisch abbaubare Produkte, um die Gesundheit und Schönheit der Pflanzen zu erhalten.

Maaike Thomas rät, auf die natürliche Qualität von Pflanzen beim Anlegen eines Gartens zu achten, um die Pflege zu vereinfachen. Rosen würde sie nicht beim Discounter kaufen, bei der Auswahl auf robuste und blattgesunde Sorten achten, die mehrfach im Jahr blühen.

Ein Kompost darf im naturnahen Garten nicht fehlen.

Ein Kompost darf im naturnahen Garten nicht fehlen. © Silvia Wiethoff

„Ich schöpfe hier auch Kraft für den Alltag“, sagt Maaike Thomas. Ich kann ihre Argumente verstehen, denn nicht immer sind Termine für mich so angenehm wie dieser Ausflug in einen verwunschenen Garten mitten in der Stadt.

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