Beim Schwimmen ist die Technik wichtig

Iron Daniel

Es ist die Disziplin, die mir im Hinblick auf meine Triathlon-Challenge die meisten Sorgen bereitet: Schwimmen. Bevor ich mich am 26. Juni aufs Rad schwinge (20 km) und anschließend auf die Laufstrecke (5 km) wechsle, werden mich 750 Meter im „Aquarell“ erwarten.

HALTERN

, 05.05.2015, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Schwimmen ist die Technik wichtig

Schwimmen ist bei einem Traithlon die erste Disziplin, die es zu bewältigen gilt.

30 Bahnen im Hallenbad oder 15 im Freibad – je nach Wetterlage. Müsste eigentlich zu schaffen sein. Sollte man jedenfalls denken. Allerdings bin ich da derzeit noch etwas skeptisch. Schwimmen ist die technisch anspruchsvollste Etappe beim Triathlon, da im Wasser ein optimales Zusammenspiel von Atmung und Bewegung gefordert wird.

Früher, als Kind, war ich eine regelrechte Wasserratte. Seepferdchen, Bronze, Silber ... ich habe alle Abzeichen mitgenommen. Doch heute? Da fühle ich mich im Wasser eher wie eine Qualle, die sich durch die Wellen kämpfen muss und nur im Schneckentempo vorwärtskommt. Das muss sich ändern. Schnell. Deshalb habe ich vor wenigen Tagen eine Trainingseinheit beim Schwimmverein Haltern besucht.

Expertenrat

Nadine Urbanek, seit vielen Jahren erfolgreiche Wettkampf-Schwimmerin, stand mir freundlicherweise mit Rat und Tat zur Seite. 2008 wurde die 25-Jährige von den Lesern der Halterner Zeitung zur Sportlerin des Jahres gewählt. Unter anderem gewann sie damals mit der A-Jugend der SG Gladbeck die Deutsche Meisterschaft. Seit dem vergangenen Jahr trainiert Nadine Urbanek die erste Leistungsmannschaft vom SV Haltern.

„Die korrekte Wasserlage lernen Freizeitsportler in der Regel nie richtig kennen. Wir werden heute an deiner Technik arbeiten. Ich werde dir da ein paar Hilfestellungen geben“, erklärt sie mir, während ich am Beckenrand stehe und damit beschäftigt bin, meine Badehaube und Schwimmbrille aufzusetzen. Wenn ich gleich im Becken schon nicht athletisch daherkomme, möchte ich wenigstens außerhalb eine einigermaßen sportliche Figur abgeben.

"Technisch herausfordernd"

„Schwimmen ist technisch herausfordernd. Wer da mental blockiert, tut sich mit Kopfhaltung, Atmung und dem Gleiten schwer“, stimmt mich die erfahrene Schwimmtrainerin auf die bevorstehende rund einstündige Übungseinheit ein. Dann geht’s los. Der Sprung vom Startblock. Platsch!

Während neben mir die jungen Nachwuchsschwimmer der Leistungsmannschaft wie Delfine durchs Wasser gleiten, kämpfe ich mich nur schleppend voran. Ich fühle mich wie ein Möchtegern-Phelps, der ungelenk durchs Wasser peitscht, als gebe es kein Morgen mehr, aber von Schwimmtechnik keinen Schimmer hat.

Puste wird knapp

„Meine Puste wird schon knapp“, rufe ich Trainerin Nadine Urbanek schon nach wenigen Minuten zu. „Das liegt daran, dass du technisch unsauber und deshalb nicht kraftsparend genug schwimmst“, erklärt sie mir. 

Immer wieder erläutert mir die Expertin, worauf ich im Wasser achten sollte. „Das Wasser ist dein Freund, nicht dein Feind“, sagt sie und schmunzelt. Gemeinsam feilen wir an meiner Brust-, später an meiner Kraultechnik. Das Brustschwimmen fällt mir irgendwie leichter. Das bilde ich mir jedenfalls ein.

Deutliche Fortschritte

Als ich zum Abschluss unserer Übungsstunde noch 250 Meter auf Zeit schwimme, merke ich bereits deutliche Fortschritte. Mein Fazit: Vor allem für Triathlon-Einsteiger ist es besonders wichtig, von Anfang an eine saubere Technik zu erlernen. In den kommenden Wochen werde ich nun weiter systematisch an die Sache ran gehen. Mit Ehrgeiz, aber auch Geduld. Auch beim Schwimmen ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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