„Das ist grenzwertig“: Halterner Baumärkte arbeiten wegen Corona am Limit

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Viele Geschäfte haben wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Baumärkte dürfen jedoch weiter öffnen. In Haltern sind sie längst am Limit angekommen, der Andrang ist weiterhin riesig.

Haltern

, 12.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Tankwart, die Lebensmittelverkäuferin, der Bäcker oder das Pflegdienstpersonal: Angehörige vieler Berufsgruppen sind in der Corona-Krise besonders gefordert. Zu ihnen gehören auch die Mitarbeiter in den Baumärkten, die nach wie vor geöffnet sind.

„Es ist voll“, beantwortete ein Mitarbeiter des Halterner Raiffeisenmarkts die Frage nach der Kundenfrequenz am Samstagmorgen, 11. April. Vierzig Einkaufswagen standen zur Verfügung. So kam es zu Warteschlangen, denn nur mit Wagen durften die Kunden in den Markt.

Gartenmöbel, Blumen und Co. sind derzeit besonders gefragt

Gleiches Bild am Hagebaumarkt Frieling. „Ich habe heute Security im Markt, denn es herrscht ein enormer Kundenandrang“, sagte Marktleiter Ralf Schürenkamp. Auch hier kam es zu Wartezeiten vor der Tür, erst ab dem frühen Nachmittag entspannte sich die Situation.

Vor allem Gartenartikel waren gefragt. „Gartenmöbel, Blumen, Gartengeräte, das steht heute auf der Einkaufsliste“, so Ralf Schürenkamp. Schon seit drei Wochen rennen die Kunden den Märkten die Türen ein. „Alles zur Innenrenovierung, Farben, Tapeten, das ging ohne Ende“, so Schürenkamp.

Seine Mitarbeiter seien am Limit, stellt der Marktleiter fest. „Wir fahren nur mit der halben Belegschaft, die andere Hälfte ist zuhause, damit wir im Fall von Corona-Infizierungen Reserven haben.“

Die Arbeit laufe derzeit im Ein-Schicht-Betrieb. „Das heißt, wir haben nur die halbe Belegschaft hier, die von 8 bis 20 Uhr arbeitet, und das bei dem Kundenansturm und unter diesen erschweren Bedingungen. Das ist grenzwertig!“

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