Bauarbeiten am Halterner Bahnsteig werden erst nach den Sommerferien fortgesetzt

dzBahnhof Haltern

Die Bauarbeiten am Bahnsteig des Halterner Bahnhofs ruhen seit Wochen. Das habe triftige Gründe, teilte die Deutsche Bahn mit. Auch über Mitarbeiter im Gleisbereich gab sie Auskunft.

Haltern

, 07.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stillstand der Bauarbeiten im Gleisbereich des Halterner Bahnhofs: Seit Mitte Juli tut sich beim Bau der Bahnsteige und der Unterführung zu Gleis 2 und 3 bis auf kleinere Arbeiten so gut wie nichts. Wie ein Sprecher des Konzerns jetzt auf Anfrage erklärte, sei dies vor allem auf umfangreiche Arbeiten an anderen Strecken der Deutschen Bahn zurückzuführen. Zudem stünden aktuell keine größeren Sperrpausen für Arbeiten in Haltern zur Verfügung. Soll heißen: Die Bahnstrecke in Haltern kann momentan nicht für längere Zeit gesperrt werden.

Erst nach Ablauf der Sommerferien sei die Möglichkeit von Streckensperrungen in der Seestadt wieder gegeben, hieß es weiter. Dann auch werde wieder in größerem Umfang im Bereich der Gleise gearbeitet, so der Sprecher. Ursprünglich war allerdings von Anfang August die Rede gewesen.

Nächste Sperrung für Ende August geplant

Die nächste Sperrung der Bahnstrecke in Haltern findet demnach vom 31. August bis zum 2. September statt. „Dann können am Mittelbahnsteig die Fundamente und Widerlager der Gleishilfsbrücken eingebaut werden“, informierte der Sprecher. Zeitgleich sollen auch Stützen für Baugruben angebracht werden. „Im Anschluss können dann unabhängig vom Zugbetrieb die Bauarbeiten durchgängig stattfinden, um den Rohbau der neuen Personenunterführung zu errichten“, führte der Bahnsprecher aus. Unterdessen finden lediglich auf den künftigen Park&Ride-Flächen Erdarbeiten statt.

Auch zu der Frage, inwiefern es Bahn-Mitarbeitern gestattet ist, direkt über die Schienen zu laufen statt die Behelfsbrücke zu nutzen, nahm das Unternehmen Stellung. Zahlreiche Reisende hatten sich mehrfach über Bahn-Helfer im Gleisbereich beschwert. Außenstehenden sei es zum Teil nicht möglich, zwischen verschiedenen Mitarbeitern der Bahn und ihren Funktionen zu unterscheiden, erklärte die Bahn dazu. Im Rahmen von Bauarbeiten sei Personen mit entsprechender Schutzausrüstung (Warnweste, Sicherheitsschuhe) nach Freigabe durch einen sogenannten Bauüberwacher aber durchaus die Querung der Gleise gestattet. So fänden beispielsweise derzeit regelmäßige „Setzungsmessungen“ an den Hilfsbrücken statt. „Dafür muss der Gleisbereich in Zugpausen betreten werden“, sagte der Sprecher. Zudem dürften Bahn-Mitarbeiter, die als „Selbstsicherer“ ausgebildet seien, zu dienstlichen Zwecken die Gleise betreten.

Bauarbeiter und Reisendenhelfer sind offenbar leicht zu verwechseln

„Die Reisendenhelfer vor Ort dürfen den Gleisbereich natürlich nicht betreten“, stellte der Bahn-Sprecher klar. Reisendenhelfer und Baustellen-Arbeiter seien aber zum Teil mit identischen orangenen oder gelben Westen ausgestattet. Das könne zu Missverständnissen führen. So würden beispielsweise Kollegen, die an Gleis 2 zur Sicherung der Arbeiten stehen, als Helfer angesprochen. Natürlich könnten diese dann nicht ihren Platz verlassen.

Rote Westen für die Helfer geplant

Künftig sollen die Reisendenhelfer daher ausschließlich rote Westen tragen, die nicht für den Gleisbereich zugelassen sind. „Wir arbeiten daran“, meinte der Bahnsprecher.

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