Autofahrer auf dem Gewissen

HALTERN / MARL Fahrlässige Tötung lautete bereits die Anklage: Im Gerichtsprozess wurde LKW-Fahrer Georg V. nun vor dem Amtsgericht Marl verurteilt.

03.07.2008, 13:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ursache für den Unfall war von rechts wechselndes Wild. Anstatt einen Zusammenstoß mit dem Tier in Kauf zu nehmen, verzog Georg V. das Lenkrad und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, welches umstürzte und den PKW unter sich begrub. Der zum Kraftfahrer umgeschulte Bäcker hatte zur Zeit des Unfalls erst drei Monate Fahrpraxis vorzuweisen, zudem war der Zug unglücklich beladen.

„Wir sind von der Firma dazu angehalten ökonomisch zu fahren“, erzählte der Angeklagte. Daher habe er erst eine der vorderen mit Tierfutter gefüllten Kammern bei einem Kunden geleert und war zum Unfallzeitpunkt auf dem Weg zum nächsten Kunden, um die letzten beiden Kammern zu leeren. „Ich wollte keinen Umweg in Kauf nehmen“, beteuerte V. 60 Tagessätze à 20 Euro lautete das Urteil für den Angeklagten, ein einvernehmlicher Vorschlag der Staatsanwaltschaft mit dem Verteidiger. Die Verteidigung wird nicht in Revision gehen.

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