Meinung

Auszeichnung für Halterner Netzwerk: Ein Preis fürs spontane Helfen

Familie, Job, Freunde unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht. Für ein Ehrenamt bleibt oft wenig Zeit. Ein Halterner Netzwerk beweist, dass es nicht viel Zeit kosten muss. Ein Kommentar.
Dr. Dietmar Kehlbreier (r.), Diakoniepfarrer des Evgl. Kirchenkreises und Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen, überbrachte den Diakoniepreis 2021 an das Netzwerk „Brücken bauen“. Gitta Kiehle und Thomas Knuth von der evangelischen Kirchengemeinde nahmen den Preis entgegen. © Diakonisches Werk

Das Halterner Netzwerk „Brücken bauen“ wurde jüngst mit dem Diakoniepreis 2021 ausgezeichnet. Eine große Anerkennung für ein ungewöhnliches und junges Projekt. Ins Leben gerufen haben es im vergangenen Jahr Thomas Knuth und Gitta Kiehle, engagierte Gemeindemitglieder der evangelischen Kirche in Haltern.

Es taugt als Vorbild für das spontane Helfen, ähnlich eines Nachbarschafts-Netzwerkes, das sich via Whatsapp organisiert. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von unterschiedlichen Institutionen sind dort vernetzt.

In Haltern ist zwar allgemein das Engagement in Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen hoch, aber auch hier haben die Menschen immer weniger Zeit. Besonders im mittleren Lebensalter sind viele durch den Beruf, die Familie und viele weitere Verpflichtungen mehr als ausgelastet.

Aus ganz unterschiedlichen Altersgruppen setzt sich das Netzwerk zusammen. „Viele Schultern tragen leichter“, sagt Gitta Kiehle. Darin liegt sicherlich ein Teil des Erfolgsrezeptes, dass ganz unterschiedliche Menschen ihre Talente und Möglichkeiten, aber eben auch ihre individuell verfügbare Zeit, einbringen. Jeder kann helfen, und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Schnell und unbürokratisch. Eine tolle Aktion, die zum Mit- und Nachmachen einlädt.

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