Außer-Haus-Verkaufsverbot aufgehoben: Gastronomie darf Bestellungen abholen lassen

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Das Außer-Haus-Verkaufsverbot für gastronomische Betriebe in Haltern ist aufgehoben worden. Damit dürfen beispielsweise Imbisse wieder öffnen und Kunden ihre Bestellungen selbst abholen.

Haltern

, 26.03.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch am Vortag hatte die Halterner Stadtverwaltung ausdrücklich auf dem Verbot des Außer-Haus-Verkaufs für gastronomische Betriebe bestanden. Am Donnerstag nun wurde es wieder aufgehoben.

Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Mensen, Kantinen und andere gastronomische Einrichtungen ist damit nicht mehr nur noch die Belieferung mit Speisen und Getränken gestattet. Auch Außer-Haus-Verkäufe sind wieder zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Wie Bürgermeister Bodo Klimpel erklärte, habe es am Donnerstag eine Videokonferenz mit den Bürgermeistern des Kreises Recklinghausen gegeben. Dabei sei festgestellt worden, dass einzig in Haltern ein Außer-Haus-Verkaufsverbot besteht. Bereits einige Tage zuvor hatte die Stadt Recklinghausen dieses mit Verweis auf die Verordnung des Landes aufgehoben. Und die erlaubt eben, eine zuvor aufgegebene Bestellung auch selbst abzuholen.

„Menschen verhalten sich immer disziplinierter“

Laut Klimpel sei in der Vergangenheit beobachtet worden, dass es bei der Abholung von Speisen zu Menschenansammlungen gekommen sei. Gerade dies fördere aber die Verbreitung des gefährlichen Coronavirus. Daher habe man sich zunächst für dieses Verbot entschieden.

Inzwischen habe sich dieser Eindruck aber geändert. „Beim Gang zu den Lebensmittelgeschäften, Bäckereien, Metzgereien usw. gewinnen wir mehr und mehr den Eindruck, dass sich die Menschen sehr diszipliniert an die Vorgabe halten, stets mindestens eineinhalb Meter Abstand zu wahren“, sagte Klimpel.

Hotel- und Gaststättenverband nahm Kontakt zur Stadt auf

Der Halterner Hotel- und Gaststättenverband habe in einem Schreiben an ihn erklärt, wie die Gastronomie die Vorgaben des Robert-Koch-Institutes beim Verkauf an Abholer einhalten wird, berichtete der Bürgermeister.

Dazu zählten beispielsweise Markierungen oder Absperrungen, damit der Mindestabstand zwischen den Kunden eingehalten werde. Auch sei es sinnvoll, stets nur eine begrenzte Zahl an Menschen ins Lokal zu lassen. „Warteschlangen müssen auf jeden Fall vermieden werden“, betonte Bodo Klimpel.

Auch Plexiglasscheiben im Verkaufsbereich werden empfohlen. „Unter diesen Umständen ist die Neuregelung angemessen“, lautete sein Fazit. Klimpel kündigte aber auch Kontrollen durch das Ordnungsamt an.

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