Auch der 50. Halterner Büchermarkt hatte ein besonderes Flair

Idee aus dem Kulturamt

Die Mischung macht’s: Auf diese knappe Formel könnte man das Erfolgsrezept des Halterner Büchermarkts bringen. Am Samstag fand er zum 50. Mal auf dem Marktplatz statt.

Haltern

, 12.08.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch der 50. Halterner Büchermarkt hatte ein besonderes Flair

Erst Käufer, heute Händler: Bruno Wessel aus Sythen verkauft seit 15 Jahren auf dem Halterner Büchermarkt. © Jürgen Wolter

Gut 30 Händler hatten ihre Stände auf dem Alten Markt zwischen Rathaus und Sixtuskirche aufgebaut. Mehrere sind schon seit vielen Jahren dabei.

Dazu gehören Helmut Noatsch und Albert Reischl aus Haltern. „Die Vielfalt des Angebots prägt den Charakter des Halterner Büchermarkts“, finden die beiden.

Auch der 50. Halterner Büchermarkt hatte ein besonderes Flair

Albert Reischl (r.) und Helmut Noatsch sind von Anfang an beim Halterner Büchermarkt dabei © Jürgen Wolter

„Außerdem stimmt die Atmosphäre, sie lädt hier zum Bummeln und Stöbern ein.“ Beide sind vor Anfang an, seit Mitte der 1990-er Jahre auf dem Markt vertreten, der zwei Mal im Jahr stattfindet.

Vom Käufer zum Händler

Auf 15 Jahre bringt es Bruno Wessel aus Sythen. „Anfangs war ich selbst nur als Käufer hier“, erinnert er sich. „Aber irgendwann dachte ich, ich verkaufe auch, weil ich sowieso so viele Bücher habe.“

Die Idee zum Büchermarkt entstand im Kulturamt, das damals Bernd Köster leitete, der spätere Leiter der Halterner Stadtbücherei. „Er war dem Thema Buch immer sehr zugetan und deshalb haben wir damals versucht, auch in Haltern einen Büchermarkt zu etablieren“, erinnert sich Michael Ritterbach, in den neunziger Jahren Mitarbeiter im Kulturamt. „Wir haben uns Büchermärkte in den Nachbarstädten angesehen, etwa in Waltrop, wo es diesen Markt schön länger gab.“

Spitzenwerte nach Werbung

Man informierte sich über die Organisationsstrukturen und 1994 war des dann soweit: Der erste Halterner Büchermarkt konnte stattfinden.

„Anfangs waren so etwa 15 Verkaufsstände da. Wir haben dann Werbung gemacht, unter anderem Handzettel auf anderen Büchermärkten verteilt“, so Michael Ritterbach. „Dann sprach sich der Halterner Markt langsam rum und es kamen immer mehr Händler, in Spitzenzeiten bis zu über 70.“

Heute ist die Halterner Stadtagentur für die Organisation zuständig. Bei Mike Kestermann, Monika Feldmann und später ihrem Nachfolger Andreas Geldmann laufen die Organisationsfäden zusammen.

Sonderposten

Sie legen Wert auf eine Mischung von gewerblichen Händlern und privaten Anbietern. Eine feste Größe ist dabei auch der Stand der Buchhandlung Kortenkamp, direkt vor deren Geschäft. „Damit war mein Vater von Anfang an dabei“, sagt die heutige Inhaberin Anne Heine-Hagen. „Wir verkaufen Sonderposten, die nicht der Preisbindung unterliegen. Manchmal räumen wir aber auch unsere privaten Bücherschränke aus.“

Ab sechs Uhr morgens erfolgt die Ausgabe der Standplatznummern. „Wir haben es aber nie geschafft als erste hier zu sein“, sagt Monika Feldmann und Mike Kestermann ergänzt: „Um fünf Uhr morgens sind die ersten schon hier, manchmal noch viel früher.“

Manche Händler reisen von weiter an, wie Guntram Steinigewege aus Wetter oder Reiner Welschhoff aus Witten. „Es lohnt sich, denn der Markt in Haltern hat ein besonderes Flair“, findet Reiner Welschhoff.

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