Arbeitsunfall: Ermittler gehen von Eigenverschulden aus

Kalksandsteinwerk Cirkel

Drei Tage nach dem tödlichen Arbeitsunfall bei der Firma Cirkel deutet vieles darauf hin, dass der 49-jährige Mitarbeiter den Unfall wohl selbst verschuldet hat. Dies hat Polizeisprecher Michael Franz am Donnerstag auf Anfrage erklärt.

FLAESHEIM

, 19.03.2015, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Freitag (20. März) wird das Fachkommissariat für Todesermittlungen gemeinsam mit Mitarbeitern des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) das Arbeitsumfeld und die Maschine begutachten, an der der 49-Jährige von einem Roboterarm erdrückt wurde. „Seit Dienstag ruht die Produktion in diesem Betriebsteil, speziell an dieser Maschine“, bestätigt Cirkel-Personalleiter Karsten Herbe auf Anfrage. Weitere Informationen teilte er nicht mit.

Explosion vor 30 Jahren

Der Arbeitsunfall am Dienstag war nach fast genau 30 Jahren das zweite schwere Unglück in dem Flaesheimer Betrieb. Im September 1985 wurden bei der Explosion eines Härtekessels drei Cirkel-Mitarbeiter verletzt und ein Schaden von mehr als 5 Millionen D-Mark verursacht. Glücklicherweise wurde damals niemand getötet.

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