Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktzahlen: Frühjahrsbelebung im März zeigt sich auch in Haltern

Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich auch in Haltern. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt im Vergleich zum Vormonat. Gemessen am Vorjahr gibt es aber mehr Menschen ohne Arbeit.
Der Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt zeigt sich auch in Haltern. © dpa

Im März waren in Haltern 818 Menschen ohne Arbeit registriert, das entspricht einer Quote von 3,9 Prozent (Februar: 4,0). Diese Zahlen nennt die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Monatsbericht für März. In absoluten Zahlen sind es 25 weniger als im Februar (843).

Verglichen mit dem März 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen aber deutlich gestiegen, im März vergangenen Jahres waren 709 Menschen ohne Arbeit in der Seestadt. Die Quote lag bei 3,4 Prozent.

Höchststand im Sommer mit 4,1 Prozent

Über das Jahr 2020 stieg die Arbeitslosenquote in Haltern langsam an, ihren Höchststand hatte sie im Sommer 2020 mit 4,1 Prozent erreicht. Aktuell sind 475 Männer und 343 Frauen ohne Beschäftigung, 210 sind 55 Jahre und älter. 294 Personen sind langzeitarbeitslos gemeldet.

Der Agenturbezirk Recklinghausen zählte im März 29.459 arbeitslose Menschen und damit 479 weniger als im Februar (-1,6 Prozent), jedoch 3.477 mehr als im März vor einem Jahr (+13,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,2 Punkte auf 9,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,9 Prozent.

„Im März hat die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt und dazu geführt, dass Arbeitslosigkeit in bemerkenswertem Umfang und sogar deutlich stärker als in den vergangenen fünf Jahren abgebaut wurde“, beschreibt Agenturchef Frank Benölken die aktuelle Entwicklung. Benölken weiter: „Dieser Trend zeigt sich, wie schon im Vormonat, zunächst zwar nur in der Arbeitslosenversicherung, hier dafür umso deutlicher. Insbesondere viele Lebensältere konnten von den vorhandenen Jobchancen profitieren.“

Hieran zeige sich, dass die Wirtschaft im Kreis Recklinghausen zu einer neuen Stabilität gefunden habe.

Die Lage bleibe weiterhin sensibel, die aktuellen Tendenzen gäben laut Benölken jedoch Grund zu vorsichtigem Optimismus, auch in den nächsten Wochen viele Menschen in Beschäftigung bringen zu können.

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