Von den widrigen Witterungsverhältnissen war auch die ambulante Pflege betroffen. © picture alliance/dpa
Ambulante Pflege

Ambulante Pflegedienste kämpften in Haltern mit den Schneemassen

Die widrigen Witterungsbedingungen machten es nicht leicht, die ambulante Pflege in Haltern sicherzustellen. Es kam zu Verspätungen – manches Mal kam keiner, „wenn es nicht lebensnotwendig war“.

Von einem „unheimlichen Stress“ sprach Andreas Konietzka, der in Haltern einen ambulanten Pflegedienst betreibt. Die ambulante Pflege unter diesen Witterungsbedingungen sicherzustellen, habe sich als schwierig erwiesen, sagte er. Mit den Problemen schlugen sich auch andere Halterner Pflegedienste herum.

„Alles Lebensnotwendige sind wir angefahren“, sagte Stefan Maas, Pflegedienstleiter des Caritasverbandes Ostvest in Haltern. Wo es ging, hätten die Mitarbeiter versucht, fußläufig aktiv zu werden. In Fällen, in denen die Versorgung der Patienten anders zu organisieren war, habe man den Dienst aber „auch mal ruhen lassen“, erklärte er. Alle Patienten seien abtelefoniert worden, um das Vorgehen gemeinsam abzusprechen.

„Gott sei Dank, ist nichts passiert“

Denn vor allem am Sonntag und Montag sei es schwierig gewesen, mit den Fahrzeugen die Straßen zu passieren. „Wir haben ja auch eine Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern“, sagte Stefan Maas. „Gott sei Dank“ sei aber nichts passiert. Seit Mittwochabend laufe auch wieder weitestgehend der Normaldienst. „Das Wetter bescherte uns eine logistische Herausforderung, die wir, denke ich, gemeistert haben“, so Maas.

Auch der ambulante Pflegedienst PuG (Pflege- und Gesundheitsteam) hatte mit den Schneemassen zu kämpfen. Nach den ersten heftigen Schneefällen am Sonntag habe eine Mitarbeiterin ihren Mann gebeten, mit Trecker und Schaufel vorbeizukommen, um die Parkplätze und Einfahrten der Pflegedienstzentrale in Haltern freizuräumen, teilte Geschäftsführer Ludwig Borger mit. „Das war eine sehr große Hilfe“, sagt er.

Die Gäste der PuG-Tagespflege wurden bereits am Wochenende gebeten, am Montag zuhause zu bleiben. „Da konnten wir die Situation noch nicht einschätzen“, erklärt Borger. Am Dienstag sei der Normalbetrieb aber wieder aufgenommen worden.

Auch die häusliche Pflege vor Ort sei von den Wetterverhältnissen betroffen gewesen. Am Anfang der Woche habe es deshalb witterungsbedingt einige Verspätungen gegeben. Trotz aller Widrigkeiten sei die ambulante Pflege aber immer sicherzustellen, erklärte Ludger Borger auf Nachfrage der Halterner Zeitung. Langsam würde auch wieder Normalität einkehren. „Die Menschen benötigen in der Häuslichkeit ohne Ausnahme unsere Unterstützung“, erklärt er.

„Rausgefahren, wo es notwendig war“

Auch Andreas Konietzka konnte berichten, dass alle Mitarbeiter den Dienst Anfang der Woche antreten konnten, sich manch einer aber zwischenzeitlich auch mal festgefahren habe. Mit den widrigen Wetterverhältnissen habe jeder kämpfen müssen, erklärt er.

Zwischenzeitlich habe das auch bei seinem Team zu Verspätungen geführt. In wenigen Fällen in den Randgebieten Halterns habe man vorher Nachbarn oder Verwandte fragen müssen, ob sie die Versorgung an dem einen Tag übernehmen könnten. „Da, wo es aber notwendig war, sind wir rausgefahren“, sagt Konietzka.

Mittlerweile entspanne sich die Situation auf den Straßen zunehmend. Was noch für einige Probleme bei der häuslichen Pflege sorge, sei die Parkplatzsituation. Noch nicht alle sind vom Schnee befreit. „Die Suche danach gestaltet sich manchmal als schwierig“, sagt Konietzka.

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