80 Tonnen Eis drückten aufs Dach

Kita Holtwick

80 Tonnen Eis. Unglaublich. So etwas hat das Kalkofen-Team noch nicht erlebt: 35 cm dicke Eis-Platten über eine Dachfläche von rund 100 Quadratmetern über den Gruppenräumen und einem Flurstück der Kita Holtwick.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 04.01.2011, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
80 Tonnen Eis haben die Dachdecker der Firma Kalkofen vom Dach der Kita Holtwick gepickt - am Dienstag ackerten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes, um die Fläche vor den Gruppenräumen von den Eisplatten zu befreien.

80 Tonnen Eis haben die Dachdecker der Firma Kalkofen vom Dach der Kita Holtwick gepickt - am Dienstag ackerten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes, um die Fläche vor den Gruppenräumen von den Eisplatten zu befreien.

In den beiden letzten Wochen des Jahres herrschte in Haltern Alarmstufe Rot. Die Belastbarkeit der Flachdächer war ausgereizt. So überprüfte das Baubetriebshof-Team regelmäßig die städtischen Gebäude. Donnerstag, 30.12., wurde für die Kita Holtwick Alarm ausgelöst. Einsturzgefahr. Am Nachmittag rückte die Firma Kalkofen an. Die Plackerei ging los. Setzte sich Silvester bis in die Abendstunden fort. Die Männer schaufelten und hackten, pickten, schoben und fegten tonnenweise die Eisplatten vom Dach in den Kita-Garten. Vor den Gruppenräumen stapelte sich die eiskalte Fracht. Erstaunt waren Erzieherteam, Kinder und Eltern, als sie am Montag wieder den Kita-Betrieb aufnahmen. „Wir sind froh, dass die Eis- und Schneemassen so zügig weggeräumt wurden“, so Kati Dornhegge vom Erzieherteam. „Momentan können wir mit den Kindern nicht nach draußen.“

Die Dachräumung an der Kita war etwas Besonderes, meinte Patrick Kalkofen, der mit seinem Team in der Vorweihnachtswoche „zig Dächer von Schnee befreit hatte“. In den nächsten Tagen, vermutet Kalkofen, „gibt‘s noch viel zu tun“. Nasser, gesättigter Schnee sei viel schwerer als Pulverschnee. Ein teuflischer Kreislauf: Der Schnee taut, in der Nacht friert es, tagsüber Tauwetter, nachts erneut Frost... So bilde sich die tonnenschwere Eisschicht. Aus Sicherheitsgründen wurden die Turnhallen gesperrt, zu Weihnachten die Marien- und Annabergkirche. Die Höchstgrenze von 35 cm Schneelast pro Quadratmeter für die Marienkirche war überschritten. Während die Gotteshäuser wieder besucht werden können, wird über die Freigabe der Sporthallen heute entschieden.

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