"2Stromland" ist dem Land viel wert

Lippe und Stever

988.176 Euro fließen ins 2Stromland. Das Land würdigt damit den ideellen Schulterschluss zwischen den Städten Haltern, Olfen und Datteln und ihrer Idee, die Fluss-Schwestern Lippe und Stever auf sanftem Wege touristisch zu erschließen.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 22.11.2010, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Rahmen von »2Stromland« sollen neuen Kanu-Aus- und Einstiegsstellen an der Lippe entstehen.

Im Rahmen von »2Stromland« sollen neuen Kanu-Aus- und Einstiegsstellen an der Lippe entstehen.

Mit weiterem Gewinn: Als eine von zehn Projektideen nahm der Lenkungsausschuss der Regionale 2016 2Stromland Anfang November in das Qualifizierungsverfahren auf. Die Bündnispartner wollen auf einer Gesamtlänge von 220 Kilometern Mensch und Natur einander näher bringen. Halterns Anteil an der Aufwertung der 8000 Hektar großen Kulturlandschaft liegt bei 344 000 Euro. Vorgesehen sind Aus- und Einstiegsstellen für Kanuten, Lippe-Querungen für Fußgänger und Radfahrer, informative Aussichtsstelle in Form eines Fesselballons, Geschichtstafeln an Brücken, Bänke und neue Wege u.a. zwischen Haltern und Olfen.  

Im Rahmen der Aktivitäten soll die vor sich hin dümpelnde Stauseefähre reaktiviert werden. Nach erfolgtem Umbau wird sie in Flaesheim in Höhe des Hofes Natrop zu Wasser gelassen und Ausflügler übersetzen. Familie Natrop erwägt in gleichem Zuge die Einrichtung eines Cafès. All diese Planungen müssen nun konkretisiert werden.

Die Städte investieren viel, um „dieses Fleckchen Erde“ (wie es Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann nennt) besser erlebbar zu machen. Bisher lag der Lippe-Stever-Bereich nicht im Zentrum planerischer Entwicklung, sondern war ein eher unbeachteter Rand- und Grenzraum.   Nun wollen die drei Städte hier einen ökonomischen und ökologischen Mehrwert erzielen. Unter Berücksichtigung von Natur- und Hochwasserschutz, Freizeitnutzung, Mobilität und Landwirtschaft hat das Trio Großes vor. 

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