160 Fotos zeigen faszinierende Momentaufnahmen aus Haltern 1936

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Der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern hat einen Film über Haltern 1936 digitalisiert. Die Bilder liegen jetzt als Fotobuch vor.

Haltern

, 08.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

1936 hat der Besitzer des damaligen Halterner Kinos „Römer Theater“, Josef Nieborg, die UFA in Berlin beauftragt, einen Film über seine Heimatstadt Haltern zu drehen. Diesen Film hat jetzt der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege digitalisiert und 160 Fotos in einem neuen Fotobuch zusammengestellt: „Haltern 1936“.

„Während die Kameraleute die Originale mit nach Berlin nahmen, blieben die Kopien in Haltern“, schreibt Franz Schrief, der Vorsitzende des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege, im Vorwort zu dem neuen Buch. Nach Kriegsende wurden sie samt der Projektoren von den Alliierten beschlagnahmt.

Nitrofilme mit gefährlicher Trägerschicht

Die Originalaufnahmen kamen dann in den Besitz des Natur- und Tierfilmers Karl-Heinz Kramer, der sie später der Stadt Haltern zur Verfügung stellte. „Es handelt sich um Nitrofilme, deren Trägerschicht aus Nitrozellulose besteht, einem Stoff, der sich wie ein Sprengstoff verhalten und durchaus gefährlich werden kann“, so Franz Schrief. Das Material, wurde deshalb beim Landschaftsverband Westfalen Lippe gelagert.

Badebetrieb am Stausee 1936.

Badebetrieb am Stausee 1936. © Verein für Altertumskunde und Heimatpflege

Jetzt hat der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege das Material digitalisiert. Der Film ist 20 Minuten lang und wurde auf der Jahreshauptversammlung des Vereins 2019 bereits einmal gezeigt. Franz Schrief und das Redaktionsteam, das aus Marlies Breuer, Hendrik Griesbach, Franz-Josef Kalfhues, Ursula Kelders, Illa Schaefer und Frank Schürmann bestand, hat aus rund 30.000 Einzelbildern 160 ausgewählt, die jetzt in dem neuen Buch zu sehen sind.

„Tankbahnhof Drügen Pütt“ und Overather Hof

Es gliedert sich in Stadtansichten, Handel, Handwerk und Gewerbe, den Wallfahrtsort Annaberg, den Tourismus rund um den Stausee und das Schützenfest von 1936. Es sind faszinierende Momentaufnahmen zu sehen aus dem Leben in Haltern, zum Beispiel vom „Auto- und Tankbahnhof Drügen Pütt“, vom Overather Hof oder aus der Glashütte Haltern.

Viele Stadtansichten, hier das alte Reismanns, sind in dem Buch zu sehen.

Viele Stadtansichten, hier das alte Reismanns, sind in dem Buch zu sehen. © Verein für Altertumskunde und Heimatpflege

Die Auflage des Fotobuches „Haltern 1936“ beträgt 500 Exemplare. Die Veröffentlichung wurde von der Volksbank und der Stadtsparkasse mit unterstützt, außerdem hat der Verein einen Förderantrag an das Heimatministerium des Landes NRW gestellt.

Am 19. September, einem Samstag, werden die Exemplare von 10 bis 13 Uhr an die Vereinsmitglieder unter den Bögen am Alten Rathaus kostenlos verteilt. Hier kann das Buch allerdings auch für 20 Euro von interessierten Bürgern erworben werden. Der Verein möchte weitere Exemplare über die Stadtbücherei und die Halterner Stadtagentur vertreiben.

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