Urlaubsreisen bleiben für Menschen aus dem Kreis Recklinghausen grundsätzlich erlaubt, wenn das jeweilige Urlaubsland keine Beschränkungen erlassen hat. © picture alliance/dpa
Coronavirus

15-Kilometer-Regel: Mehrtägige Urlaubsreisen sind noch möglich

Die 15-Kilometer-Regel erlaubt Ausnahmen. Auch mehrtägige Urlaubsreisen bleiben erlaubt, wenn man in das Land einreisen darf. Allerdings sollten sich Reisende vorab gut informieren.

Die Coronaregionalverordnung, die seit Dienstag unter anderem für den Kreis Recklinghausen und damit auch für alle Halterner gilt und die Begrenzung des persönlichen Bewegungsradius beinhaltet, sorgt in einigen Bereichen bei den betroffenen Bürgern für Unklarheit. Tagestouristische Ausflüge will das Land NRW verhindern. Was aber gilt für mehrtägige Reisen, die bereits gebucht wurden?

Die Coronaregionalverordnung erlaubt bekanntermaßen einige Ausnahmen, bei denen der 15-Kilometer-Radius nicht eingehalten werden muss. Dazu zählen neben Arbeit, Schule und Besuchen von engen Familienmitgliedern als letzter Punkt auch „Fahrten aus ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen“.

Inlandsreisen kaum möglich, Auslandsreisen eingeschränkt

Der Kreis Recklinghausen verweist auf die Begründung zur Verordnung. „Das Verlassen des Gebiets für mehrtägige Urlaubsreisen wird regelmäßig einen ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Grund im Sinne von § 1 Absatz 4 Nummer 7 darstellen“, heißt es darin. Das heißt: Mehrtägige Urlaubsreisen gelten als Ausnahme von den Regeln. Der Kreis darf nicht dagegen vorgehen, wenn jemand aus diesem Grund den Radius verlässt.

„Jedoch sind solche Reisen derzeit im Inland aufgrund des in allen Ländern geltenden Verbots touristischer Beherbergungen ohnehin weitgehend nicht möglich“, schreibt das Land NRW. Bei Reisen ins Ausland gelten die Regelungen der jeweiligen Staaten. „Inwieweit Auslandsreisen zulässig sind, bleibt der Hoheit des jeweiligen ausländischen Staates und seiner Einreiseregelungen überlassen“, heißt es abschließend. Klar ist: Wer in diesen Zeiten verreisen möchte, muss sich vorher genau informieren.

Große Nachfrage für Sommerurlaubsreisen

Im ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres hatten Reisende den Anspruch auf Erstattung des Reisepreises, die Pandemie zählte als Fall „höhere Gewalt.“ Das galt vor allem für Pauschalreisen, bei privaten Ferienwohnungen gestaltete es sich mitunter schwieriger.

Um Pauschalurlauber zu einer Buchung zu bewegen, bieten die großen Reiseveranstalter immer öfter kulante Bedingungen. „Bei vielen Reiseanbietern sind zum Beispiel Umbuchungen bis 14 Tage vor Reiseantritt kostenfrei möglich“, sagt Angelika Schmäing vom Reisebüro Haltern. „Viele Menschen haben die große Hoffnung, dass das Reisen zum Sommer wieder möglich sein wird. Die Nachfrage zieht insgesamt wieder an“, so Schmäing. Seit einigen Tagen steige hierzu die Anzahl der Anfragen und Buchungen. Ziele in Europa seien dabei besonders gefragt. Anfragen für Fernreisen gäbe es hingegen weiterhin nur selten.

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1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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