Sixtus-Pfarrei Haltern hat im Fernsehen besten Eindruck hinterlassen

dzZDF-Gottesdienst

Das ZDF hat am Sonntag den Fernsehgottesdienst live aus der Halterner Sixtuskirche ausgestrahlt. Danach liefen die Telefonleitungen heiß.

Haltern

, 07.09.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um das Thema Streiten und um Solidarität ging es im Sonntagsgottesdienst, den das ZDF live aus der Halterner Sixtuskirche übertrug. Pfarrer Michael Ostholthoff zelebrierte ihn und begrüßte die 75 Mitfeiernden in der Kirche und die Zuschauer zuhause vor den Fernsehbildschirmen aus einer Stadt, in der Bürger behaupten könnten, dort zu leben, wo andere gerne Urlaub machten.

Pfarrer Ostholthoff lud alle ein, mit Blick auf die Corona-Pandemie 44 Minuten und 30 Sekunden eine große Gebetsgemeinschaft zu sein. Denn der Sonntag war vor allem denen gewidmet, die in der ersten Corona-Welle Not gelindert haben und dabei psychisch und physisch bis an ihre Grenzen gegangen sind. Gedacht wurde ebenso aller an dem Virus Erkrankten und Verstorbenen.

In den Bibeltexten ging es um Streit und Versöhnung, in seiner Predigt widmete sich Pfarrer Ostholthoff ebenfalls diesem Thema. Streit komme in unseren Beziehungen zu anderen immer wieder vor, sei es in der Familie, im Beruf und in der Kirche.

Michael Ostholthoff sprach die Hoffnung aus, dass sich eine Streitkultur etablieren möge, in der jeder mit anderen Meinungen und Standpunkten respektvoll und konstruktiv umgehe. Die Predigt kam so gut an, dass etliche Zuschauer später am Telefon nach einer Kopie des Textes fragten.

Bürgermeister lobt: „Tolle Werbung für Haltern am See“

In den Fürbitten baten Vertreter und Vertreterinnen, die in ihren Lebensbereichen auch mit Streit in Berührung kommen - in der Politik, in Beratungsstellen und der Kirche - um Frieden und Versöhnung.

Musikalische Glanzpunkte setzte ein Musikensemble der Kantorei Sankt Sixtus unter der Leitung von Kantor Thomas Drees.

„Es war ein sehr schöner Gottesdienst, hab sogar von zuhause aus mitgesungen. Und Pfarrer Ostholthoff hat es super gemacht“, kommentierte eine Zuschauerin auf der Facebook-Seite der Pfarrei nach Ende der Übertragung. Auch Bürgermeister Bodo Klimpel meldete sich: „Tolle Werbung für unsere Stadt. Allen ein ganz herzliches Dankeschön.“

Die Sixtuskirche strahlte in ganz neuem Licht

Die Sixtuskirche war perfekt ausgeleuchtet, die vier Kameras schwenkten immer wieder auf Details und überraschten selbst alteingesessene Halterner mit neuen Blickwinkeln. Britta Stenner von der Zentralrendantur, die mit anderen den Telefondienst übernommen hatte, sagte, ab 10.10 Uhr hätten ununterbrochen zehn Handys geklingelt. Die meisten Anrufer lobten die schöne Kirche, die gute Predigt, die ausgezeichnete Musik. Und das ZDF? Möchte auf jeden Fall wiederkommen.

Für Pfarrer Michael Ostholthoff und seinem Team, inklusive 45 Ehrenamtlicher, war die Live-Übertragung eine große Herausforderung. Aber die Professionalität des ZDF-Teams habe das große Lampenfieber relativiert. „Von Anfang an musste eins ins andere greifen, jeder musste mitdenken und sein Bestes geben.“ Sprechtrainer für die Vortragenden war übrigens der Trainer von RTL-Chefmoderator Peter Kloeppel.

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