Für die Sanierung des 5,4 Kilometer langen Abschnitts der K 23 auf Kessebürener Weg und Bausenhagener Straße sind im Haushalt des Kreises Unna 1,73 Millionen Euro vorgesehen. © Archiv/Alexander Heine
Ausbau Bausenhagener Straße

Mehr Sicherheit für die K 23: Bürger sehen sich nach Radfahrer-Unfall bestätigt

Mehr Sicherheit auf der Bausenhagener Straße fordern Bürger seit Langem. Nach dem Unfall eines Radfahrers sieht man sich bestätigt. Der Kreis Unna will im Zuge der Straßensanierung auf die Anliegen eingehen.

Kurven und Kuppen machen die Kreisstraße 23 zwischen Ostbüren und Bentrop für schwächere Verkehrsteilnehmer gefährlich. So sehen es jedenfalls Bürger, die einen Antrag auf weitreichende Schutzmaßnahmen gestellt haben.

Einen Unfall mit einem Radfahrer auf der Bausenhagener Straße in Höhe des Ölmühlenwegs meldete am vergangenen Freitagabend ein Anwohner aus Bentrop dieser Redaktion. Die Kollision sei zwar glücklicherweise glimpflich ausgegangen.

Fußgänger und Schulkinder „spät sichtbar“

Man fühle sich indes in einem dringenden Anliegen bestätigt: Die Kreisstraße müsse ab der Kreuzung Hellkammer unbedingt sicherer gemacht, vor allem eine Geschwindigkeitsbeschränkung angeordnet werden.

Aus dem Februar 2020 stammt ein Bürgerantrag, in dem zwei Familien die Situation aus ihrer Sicht schildern: „Aufgrund der baulichen Lage mit den Kurven und Höhenunterschieden ist die Straße in beide Richtungen kaum einsehbar“, heißt es da. Fußgänger, besonders Schulkinder seien spät sichtbar und könnten dem Kfz-Verkehr nicht ausweichen.

Auf den schlechten Fahrbahnrand auf der K 23 im Bereich der Kurve Priorsheide hatten vor geraumer Zeit auch schon Heidi und Daniel Ruppelt aufmerksam gemacht. Hier waren schon häufiger Motorradfahrer ins angrenzende Feld geschlittert. © Archiv/Marcus Land © Archiv/Marcus Land

Im Zuge der umfassenden Sanierung der Bausenhagener Straße/K 23 erhoffen sich die Antragsteller Sicherungsmaßnahmen. Der Fröndenberger Rat hatte den Antrag im Juni 2020 „zustimmend“ an den zuständigen Kreis Unna weitergeleitet.

Vom Straßenbaulastträger ist in dieser Woche zu erfahren, dass er die Anliegen der Bürger durchaus auf dem Schirm habe.

Befestigung von Banketten und Tempomessungen

Die K 23 wird derzeit bereits in sechs Bauabschnitten saniert. Der Ausbau der Bausenhagener Straße soll – abhängig allerdings u. a. von der Wetterlage – Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Einzelnen plant der Kreis Unna in diesem Rahmen folgende Maßnahmen:

  • Es werde vor allem die Entwässerung im Zuge des Ausbaus neu gestaltet und in diesem Zuge „die Bankette so befestigt, dass sie gut begehbar sein wird“, teilt der Kreis auf Anfrage mit.
  • In der Tat sei zudem die Verkehrslage an dem genannten Abschnitt der Bausenhagener Straße „nicht sehr übersichtlich“. Dennoch könne die Straßenverkehrsbehörde nicht ohne Weiteres außerorts die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h drosseln.
  • Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen Fachleute prüfen, ob die baulichen Änderungen bereits eine Verbesserung erzielt haben.
  • Wichtiges Instrument könne zum Beispiel eine so genannte V85-Messung sein, mit der das tatsächliche Fahrverhalten an dem Straßenabschnitt untersucht wird: Dabei werde das Geschwindigkeitsniveau ermittelt, das von 85 Prozent der Fahrzeuge nicht überschritten wird.

„Auf dieser Grundlage könnten dann künftige Schritte beraten werden“, kündigt der Kreis Unna an.

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Redaktion Fröndenberg
Geboren 1972 in Schwerte. Leidenschaftlicher Ruhrtaler. Mag die bodenständigen Westfalen. Jurist mit vielen Interessen. Seit mehr als 25 Jahren begeistert an lokalen Themen.
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Marcus Land

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