Ein 20-jähriger Quadfahrer ist am Pfingstsonntag mit einem Reh kollidiert. (Symbolbild) © Thomas Frey / dpa
Unfall

Quadfahrer kollidiert mit Reh – Polizei warnt vor Wildwechsel

Ein 20-Jähriger ist am Pfingstsonntag mit seinem Quad mit einem Reh kollidiert. Der Hamminkelner wurde nur leicht verletzt, das Tier starb. Die Polizei warnt vor Wildwechsel und gibt Tipps.

Am Pfingstsonntag fuhr der 20-Jährige gegen 22.25 Uhr mit einem Quad auf der Vennighauser Straße. Etwa 200 Meter hinter der Straße „Am Wispelt“ kollidierte er mit einem Reh, verlor die Kontrolle über das Quad und stürzte.

Dabei verletzte sich der Mann nur leicht und konnte selbstständig einen Arzt aufsuchen. Am Quad entstand Sachschaden. Das Reh lag verendet neben der Fahrbahn.

„Unfall hätte wesentlich schlimmer ausgehen können“

„Glück im Unglück für den Quadfahrer, denn dieser Unfall hätte wesentlich schlimmer ausgehen können“, so die Polizei. Sie warnt vor plötzlichem Wildwechsel und gibt Tipps:

  • Wird durch Warnschilder „Wildwechsel“ angezeigt, sofort Fuß vom Gas und besonders aufmerksam fahren. Wald- und Straßenränder beobachten und bremsbereit sein. Wer zu schnell fährt, hat keine Chance. „Ein 20 Kilogramm schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne.“
  • Ein Tier kommt selten allein. Immer mit „Nachzüglern“ rechnen. Nachts in Waldgebieten – wann immer möglich – mit Fernlicht fahren. So wirken die Augen der Tiere wie Rückstrahler und sind besser zu erkennen. Taucht Wild im Scheinwerferlicht auf, sofort abblenden und hupen. Wenn gefahrlos möglich, abbremsen.
  • Falls es doch gekracht hat: Lässt sich ein Zusammenprall nicht vermeiden, Lenkrad gut festhalten und weiterfahren. Auf keinen Fall ausweichen. Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben. Auch für andere Verkehrsteilnehmer.
  • Nach einem Unfall: sofort Warnblinkanlage einschalten und Unfallstelle absichern. Das Tier an den Randstreifen schaffen, damit sich keine Folgeunfälle ereignen. Wegen eventueller Tollwutgefahr Handschuhe anziehen. Wild niemals mitnehmen. Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar. Unfall unverzüglich der Polizei melden.
Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer
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