Polizei

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche mit Paketbenachrichtigungen

Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche, die SMS-Paketbenachrichtigungen ausnutzt. Acht Fälle gab es bereits im Kreis Wesel. Wie die Täter vorgehen und wie man sich am schützt.
Vor einer neuen Betrugsmasche warnt die Polizei. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Während des Lockdowns bestellen mehr Menschen Waren übers Internet. Sie erwarten Paketlieferungen – das versuchen Kriminelle mit einer neuen bundesweiten Betrugsmasche auszunutzen. Im Kreis Wesel hat die Polizei acht Fälle innerhalb der vergangenen Woche registriert.

So funktioniert die Betrugsmasche: Die Betrüger verschicken eine SMS, in der steht, dass ein Paket verschickt wurde. Sie fordern den Empfänger dazu auf, einen Link anzuklicken, wo dieser den Ablageort des Pakets erfahren soll. Oder der Empfänger soll den Paketversand über den Link einfach nur bestätigen.

Schadsoftware wird installiert

Klickt der SMS-Empfänger auf den Link, wird eine Schadsoftware auf dem Smartphone installiert. Die Schadsoftware kann Daten abgreifen. In einigen Fällen speicherte sie offensichtlich Handynummern im Internet und verschickte die gleiche SMS oder MMS an Nummern, die von den Geräten anderer Geschädigter abgegriffen wurden.

Smartphone-Nutzer, bei denen die Schadsoftware aktiv war, erhielten daraufhin Anrufe aus ganz Deutschland. Die Anrufer fragten, welches Paket verschickt würde, da sie nichts bestellt hätten. So hatte sich also die Betrugsmasche per Schneeballsystem weiterverbreitet. Einige SMS-Empfänger, die nicht auf den Link klickten, erhielten im Laufe eines Tages viele SMS von der gleichen Handynummer.

Warnung vor Drittanbieterkosten

Die Polizei Wesel warnt: Auf Betroffene, die die SMS erhalten oder auf sie antworten, können Drittanbieterkosten zukommen. Wenn unerwünschte SMS auf dem Smartphone eingehen, rät die Polizei: das Smartphone in den Flugmodus versetzen, den Internetprovider informieren, eine Drittanbieter-Sperre einrichten und prüfen, ob durch die SMS höhere Kosten entstanden sind.

Zudem sollten Cybercrime-Opfer das Smartphone in den Werkzustand versetzen und Kennwörter – vor allem fürs Online-Banking – auf einem anderen Gerät ändern.

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