Tierquälerei

Hund wurde beschossen – PETA setzt eine Belohnung aus

Ein Unbekannter schoss am Mittwoch (18.11.) in Marl mit einem Luftgewehr auf einen Hund. Die Polizei ermittelt und die Tierrechtsorganisation PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise.
Ein Hund wurde in Marl beschossen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Am Mittwochabend hatte sich eine Frau bei der Polizei gemeldet und angegeben, gegen 21.05 Uhr ihren jaulenden Hund im eingezäunten Vorgarten an der Insterburger Straße im Marler Stadtkern gefunden zu haben. Bei näherer Betrachtung bemerkte sie eine Verletzung an ihrem Vierbeiner.

Hund von Geschoss getroffen

Nach ersten Ermittlungen der Polizei wurde der Hund von einem Geschoss aus einem Luftgewehr getroffen. Wer dafür verantwortlich ist, ist derzeit noch unklar. Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben oder Hinweise zu einem Tatverdächtigen machen können, mögen sich unter Tel. (0800) 2361 111 melden.

Inzwischen hat sich auch die Tierrechtsorganisation PETA zu dem Fall geäußert.

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Tierquäler überführen, aus. Zeugen können sich unter Tel.(0711) 8605910 melden – auch anonym.

„Fast tägliche Misshandlungsfälle“

„Es ist erschreckend, wie häufig derartige Übergriffe auf Hunde verübt werden“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Täter überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. PETA fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden, heißt es von PETA.

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