Coronavirus

Corona: Besuchsverbot in Krankenhäusern im Kreis Borken

Wegen der steigenden Coronavirus-Infektionen im Kreis Borken, verhängt das Klinikum Westmünsterland ein Besuchsverbot in allen sechs Krankenhäusern. Es gibt allerdings Ausnahmen.
Die Zahl der Infektionen rund um das Vredener Krankenhaus steigt immer weiter. © Markus Gehring

Ab Montag gilt in allen Krankenhäusern wieder ein generelles Besuchsverbot. Das Klinikum Westmünsterland kommt damit den Forderungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW nach, weitreichende notwendige Maßnahmen zum Schutz der kritischen Infrastruktur der Krankenhäuser zu treffen.

Soweit medizinische, soziale oder palliativmedizinische Gründe eine Ausnahme notwendig machen, können nach vorheriger Absprache im Einzelfall Ausnahmen vom Besuchsverbot zugelassen werden. Für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Agnes-Hospital Bocholt gilt, dass die minderjährigen Patienten ausschließlich von ihren Eltern oder Sorgeberechtigten besucht werden dürfen. Zudem dürfen werdende Mütter bei der Geburt vom Lebenspartner begleitet werden.

Besuchsverbot hängt vom Inzidenzwert ab

Das Besuchsverbot soll mindestens so lange gelten, wie der sogenannte Inzidenzwert im Kreis Borken über 100 liegt – am Freitag stand dieser bei 108,5. Wenn der Wert für mindestens sieben Tage unter dieser Marke liegt, sehen die aktuellen Planungen vor, das bisherige eingeschränkte Besuchsrecht wieder einzuführen.

„Uns ist bewusst, dass das Besuchsverbot für unsere Patienten und die Angehörigen mit erheblichen Einschränkungen und Sorgen verbunden ist“, erklärt Tobias Rodig, Sprecher des Klinikums, der um Verständnis bittet. „Gleichzeitig ergibt sich durch die aktuell besorgniserregend hohen Infektionszahlen eine besondere Fürsorgepflicht.“

Trotz des notwendigen Besuchsverbots gibt es aktuell keine Behandlungseinschränkungen in den Krankenhäusern im Klinikum Westmünsterland. Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich stehen zurzeit alle planbaren (elektiven) Behandlungsmöglichkeiten und die Notfallversorgung uneingeschränkt zur Verfügung.

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